A Travellerspoint blog

Good-Bye Chile...

und bis bald in Old Switzerland (11.07.2007 - 18.07.2007)

semi-overcast 10 °C

So, wieder zurueck im eisigen Santiago, mit warmen Erinnerungen Rapa Nuis im Herzen, geniesen wir noch ein letztes Mal unsere freien Tage, bevor es am Montag, 16.7.07, mit dem Flugzeug in Richtung Heimat geht.
Wir hoffen, wir konnten unsere tollen Reiseerfahrungen ein bisschen mit euch teilen und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

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Mit einem sehnsuechtigen Blick zurueck...

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und doch freudigen Erwartungen auf die Rueckkehr nehmen wir Abschied von Chile und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit Euch!

Gruesse zum letzten Mal von der anderen Seite des Globus

Pascal & Chris

Posted by surfers 14.07.2007 13:23 Archived in Chile Comments (0)

Easter Island

Das Beste haben wir fuer den Schluss aufgehoben (1.07.2007 - 10.07.2007)

semi-overcast 25 °C

Rapa Nui, nicht mehr als ein kleiner Punkt im riesigen Pazifik, praesentierte sich uns beim Anflug als eine eher karge kleine Insel. Doch der Schein truegt, die Insel hat einiges zu bieten. Wenn auch nicht mit tropischen ueppigen Waeldern, sondern mit einer mysterioesen und fast in Vergessenheit geratenen Kultur. Keine grosse Vegetation, dafuer kolossale Steinfiguren, bis zu 21 Meter hoch, mit riesigen Koepfen und spoettischen Blicken lassen Ansaetze eines geheimnisvollen Volkes erahnen. Bis heute weiss man noch nichts genaues ueber die Geschichte dieser Insel. Mehrere Theorien machen jedoch die Runde. Aber alle sind sich einig, dass ein schwerwiegendes Ereignis den Untergang fast aller Menschen dieses Volkes bedeutete und so das Meiste der Geschichte des zur polynesischen Maori-Kultur gehoerenden Volkes verloren ging.

Uns zog diese Insel jedenfalls in ihren Bann und dies nicht nur wegen ihrem angenehmen subtropischen Klima. Tropische Straende, mystische Kulturstaetten, freundliche Locals und natuerlich tolle Surfspots bewiesen, dass wir uns wirklich das Beste fuer den Schluss aufgehoben hatten.

Wir haben uns entschieden, die Bilder sprechen zu lassen, um nicht nur von unserer eingesetzten Schreibfaulheit abzulenken ;-), natuerlich aber auch um unsere baldige Heimkehr vorbereiten zu koennen...

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Die Kueste Rapa Nuis...

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...erforscht waehrend einer Biketour...

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...mit ihren tropischen Straenden...

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...den Zeugen einer vergangenen Kultur...

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...den freundlichen Locals...

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...und perfekten Surfbedingungen.

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Aber auch fuer uns hiess es schlussendlich mit weinendem Auge Abschied nehmen.

Posted by surfers 10.07.2007 13:22 Archived in Chile Comments (0)

Iquique - Santiago

Auf sportlichem Weg zurueck nach Santiago (10.06.2007 - 30.06.2007)

semi-overcast 20 °C

Waehrend Chris sich auch mal mit Kapriolen in der Luft beschaeftigte, konzentrierte sich Pascal vor allem aufs Boarden in all seinen Facetten. Nach tagelangem Surfen in Iquique gings langsam wieder zurueck in den Sueden, der Kueste entlang nach Santiago. Ob Surfen oder Sandboarden, ob Portofino, La Serena oder zum dritten Mal im tollen aber eisigen Pichilemu, weder die kaelter werdenden Temperaturen oder leider die auch in Chile bekannten Wintergrippen konnten unseren Spass nicht trueben. Hier ein paar Eindruecke:

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Pascal am Surfen in Iquique

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Chris am Kontaktschliessen mit den Locals

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Eine andere wenn auch sandigere Erfahrung des Boardens

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Die Sandboardduenen mit ihren spektakulaeren Panoramen

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Wieder einmal in Pichilemu (Pascal und ein Localsurfer)

Posted by surfers 01.07.2007 13:18 Archived in Chile Comments (0)

Parapente - una nueva experiencia

Gleitschirmfliegen ueber der Stadt Iquiqe und in der Wueste (09.06.2007)

sunny 18 °C

Heute hatte Chris die Moeglichkeit, mit dem Gleitschirm mittags ueber Iquique zu fliegen und die Stadt und ihre Ausmasse einmal von oben zu betrachten. Gestartet wurde ca. 8 km weit entfernt, etwas ausserhalb der Stadtgrenze auf dem Kamm des Kuestengebirges. Nachmittags lud der Pilot ihn zu einem zweiten Flug ausserhalb von Iquique ein, weil sie so viel Spass zusammen hatten waehrend des ersten Fluges mitten ueber der Stadt. Dieser fand an den steilen Haengen des Kuestengebirges statt.
Ein kleines Video der etwas ungewoehnlichen Stadtansicht von Iquique wollen wir euch natuerlich nicht vorenthalten. (Groesse der Datei 24 MB / nicht verzweifeln beim Downloaden)

Posted by surfers 09.06.2007 17:43 Archived in Chile Tagged air_travel Comments (2)

Iquique - Arica - Pica - Iquique

Bis an die Grenze von Peru (29.05.2007 - 08.06.2007)

sunny 20 °C

Nachdem wir San Pedro de Atacama verlassen hatten, fuhren wir auf direktem Weg an die Kueste. In Tocopilla angekommen stellten wir fest, dass auch diese Stadt wohl nur aus einem Hafen und vielen Abfallbergen besteht, welche links und rechts der Stadt angehaeuft wurden.

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Die kleine Industriestadt Tocopilla.

Die Suche nach einem nahegelegenen Surfspot noerdlich der Stadt verlief leider erfolglos. Was wir jedoch fanden, war ein kleiner Strand mit tausenden von Muscheln. Dieser kleine Spot entschaedigte uns fuer die erfolglose Suche und wird sicherlich in die Liste der moeglichen Gratisuebernachtungen aufgenommen fuer unsere Rueckfahrt nach Santiago.

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Playa Cuchara

Am kommenden Morgen fuhren wir in guter Hoffnung weiter nordwaerts in Richtung Iquique. Leider mussten wir feststellen, dass in letzter Zeit ungluecklicherweise keine surfbaren Wellen an die Kueste gelangten, obwohl entsprechende Seiten im Internet dies prognostiziert hatten. In Iquique residierten wir das erste Mal in einem Hotel, da sich Pascal noch immer geschwaecht fuehlte von unserem Bolivientrip.
Iquique praesentierte sich im Weiteren fuer uns als die Stadt, in welcher an jeder Strassenecke unzaehlige defekte Autos (oder das was noch von ihnen uebrig ist) stehen und so suchten wir eine Uebernachtungsmoeglichkeit, bei der wir unser Auto sicher abstellen konnte. Als einzige Loesung bot sich eben der Aufenthalt in einem Hotel inklusive Garage an. Das Hotelfruehstueck stellte sich als "Appetitanreger" fuer das nachfolgende Fruehstueck auf dem Hotelzimmer heraus, doch die Aussicht vom Dachgeschoss des Hotels genossen wir indessen sehr.

Nach drei Tagen in Iquique, an denen sich Pascal auskurieren konnte, fuhren wir weiter nach Arica. Arica, die Grenzstadt zu Peru, bot uns waehrend drei Tagen wieder die Moeglichkeit fruehmorgens zu surfen. Dies genossen wir sehr, da wir uns nach dem Surfen jeweils an einem Fruehstueck laben konnten, welches seinesgleichen sucht (wir pflegten ganz gerne dem Slogan "eat as much as you can" zu entsprechen, mit welchem das Hostal fuer sich warb).

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Der Trockenhafen Aricas

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Die Kirche in Arica, erbaut von Gustav Eiffel vier Jahre vor dem Bau des Eiffelturmes in Paris.

In der letzten Nacht stiessen wir im Hostal noch auf Miriam und Stefan, jene zwei Schweizer, welche wir in San Pedro de Atacama kennen lernten und welche auch auf dem Trip nach Bolivien dabei waren. Sie erzaehlten uns, dass der Zeltplatz in Pica, einer Oasenstadt, sehr schoen war und sich als guenstige Uebernachtungsmoeglichkeit anbot. Dies traf sich gut, denn wir wollten als naechstes auf der Rueckfahrt in Pica vorbei schauen.

Zuvor besuchten wir jedoch die "Geoglifos de Pintados". Diese sind in Felsen geritzte Steinzeichnungen, welche von den Ureinwohnern von Chile her stammten. Die Zeichnungen befinden sich in der "trockensten Region der Erde". An dieser Stelle hat es gemaess Auskuenften von Chilenen seit mehreren Jahren nicht mehr geregnet. Diese Hochebene wird zum Meer hin gut abgeschirmt von jeglichen meteorologischen Einfluessen durch das entlang laufende Kuestengebirge und landseitig begrenzt vom 4000 bis 5000 Meter hohen Altiplano. Dazwischen herscht Pampa, zuweilen mit einem Salar (Salzsee).

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Die meisten Geoglifen an einem Ort in Chile.

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Der trockenste Platz auf Erden. Seit Jahren fiel hier kein Regen mehr.

Als wir noch kurz vor Sonnenuntergang in Pica ankamen, mussten wir feststellen, dass der von den Schweizern beschriebene Zeltplatz schon geschlossen hatte und wir, angesichts nur einer geplanten Uebernachtung in Pica, nicht sonderlich viel Geld ausgeben wollten fuer eine teure Unterkunft. So fuhren wir kurzentschlossen zum Aussichtspunkt, welcher ueber Pica gelegen ist und bauten dort unser Zelt auf. Waehrend den beiden Mahlzeiten hatten wir jeweils eine wunderbare Aussicht ueber Pica und die angrenzende Pampa. Wir genossen es sehr, diesen Ort fuer unsere Uebernachtung gewaehlt zu haben.

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Unsere 1000-Sterne Uebernachtung ueber Pica.

Am kommenden Morgen fuhren wir weiter nach Iquique, um uns wieder dem Surfen zu widmen, in der Hoffnung, dass die Wellen mittlerweile groesser geworden sind. Danach werden wir gemuetlich die Kueste nach Sueden abfahren, denn in knapp drei Wochen muessen wir wieder in Santiago sein, um auf die Osterinseln zu fliegen. Auf diesen geheimnissvollen Ort sind wir schon sehr gespannt.

Posted by surfers 08.06.2007 08:19 Archived in Chile Comments (0)

BOLIVIEN

Vier Tage auf dem Altiplano - Salar de Uyuni (25.05.2007 - 28.05.2007)

sunny 12 °C

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Am Freitagmorgen ging es um acht Uhr los, um wieder einmal Chile zu verlassen und alle Grenzformalitaeten zu erledigen. Deshalb wurden wir mit einem Minibus zur bolivischen Grenzstation auf 4000 Metern gefahren.

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Die bolivianische Grenze zu Chile.

Nach dem wir alle notwendigen Stempel und Papiere ausgefuellt hatten, fruehstueckten wir, derweilen die Fahrer unserer Jeeps unsere Rucksaecke auf den Daechern verstauten.

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Unsere Reisegruppe bestand aus zehn Teilnehmern und zwei Fahrern. Alleine sieben Teilnehmer kamen dabei aus der Schweiz, zwei aus Irland und einer aus Frankreich. Es ergab sich von selbst, dass waehrend des gesamten Trips neben Spanisch folglich auch Schwyzerduetsch, Franzoesisch und Englisch gesprochen wurde.

Nachdem wir ca. eine Stunde gefahren sind, erreichten wir die weisse und die gruene Lagune. Beide Lagunen sind miteinander verbunden, jedoch fliesst das Wasser der weissen Lagune in die gruene. Die gruenliche Farbe entsteht aufgrund von Mikroorganismen, welche im Wasser leben. Beide Lagunen sind eiskalt und zum Teil mit Eis an den Raendern bedeckt.

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Gut erkennbar ist das weisse Wasser der Lagune.

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Im Gegensatz dazu die gruene Lagune.

Weiter ging es an den Bergen der sieben Farben vorbei, ueber endlos erscheinende Hochebenen bis zu warmen Thermalquellen, wo wir uns waschen konnten. Diese Moeglichkeit wurde von einzelnen Teilnehmern auch sehr gerne genuetzt, da die erste Unterkunft auf ueber 4700 Metern keine Duschen bot und auch nur kaltes Wasser zur Verfuegung stand.

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Im Gegensatz zu unserem letzten heissen Bad war dieses weit weniger romantisch und ueberfuellt mit anderen Leuten.

Nach dem wir uns frisch gewaschen wieder auf den Weg machten, gelangten wir zu einem weiteren Geysirefeld. Hier konnte man sich zwar nicht der Koerperreinigung betaetigen, jedoch sich eine neue Duftnote zusetzen lassen. Die Luft um die Erdloecher war vom Schwefel, welcher aus dem Boden austrat, mit dem Duft nach faulen Eiern zu vergleichen. Die Farben des Bodens liessen jedoch auf zahlreiche Inhaltsstoffe der Geysire schliessen.

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...und es roch so gut!

Wir fuhren ausserplanmaessig schon ueber den Mittag zu unserer abendlichen Unterkunft, da starke Winde den Genuss einer Mittagsmahlzeit unter freiem Himmel verunmoeglichten. Am Nachmittag besuchten wir noch die Laguna Roja. Ihr Wasser wird von Mikroorganismen, je nach Sonneneinstrahlung, in intensives Rot gefaerbt.

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Die rote Laguna wird zudem von hunderten von Flamigos bewohnt.

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Die erste Nacht verbrachten wir in Sechserzimmern auf 4700 Metern Hoehe, wobei einige Fensterscheiben nur noch von Plastiksaecken abgedeckt waren. Folglich mussten wir uns gut isolieren, damit man bei Minus 20 Grad eine warme Nacht geniessen konnte.

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Am zweiten Tag fuhren wir vorbei an den Piedras de Dali (Steine, welche an Bilder des katalanischen Malers Salvador Dali erinnern) zum Arbol de Piedra. Dieser Stein vulkanischem Ursprungs wurde von Wind und Wetter so geschliefen, dass er die Form eines Baumes erhielt.

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Der "versteinerte Baum" mitten auf dem Altiplano in Bolivien.

Wir besuchten in der Folge noch vier weitere wunderschoene Lagunen. Die Namen derer sind uns leider nicht mehr sehr praesent, weshalb wir lieber die folgenden Bilder fuer sich alleine sprechen lassen.

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Unsere zweite Nacht verbrachten wir in einem Hotel, welches vollkommen aus Salzsteinen gebaut wurde. Sogar die Better waren aus Salz. Nur der Boden der Duschen (wir genossen das heisse Wasser sehr) war mit gebrannten Kacheln belegt.

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Das Salzhotel wurde am Rande des weltweit groessten Salzsees erbaut. Der Salar de Uyuni befindet sich auf einer Hoehe von 3660 Metern ueber Meer und bedeckt ein Viertel der Flaeche der Schweiz. Es ist ein eigenartiges Gefuehl, wenn man mit dem Jeep mit hoher Geschwindigkeit ueber endlose Salzpisten fahren kann und nichts als weiss sieht. Sehr schnell denkt man dabei an Schnee, wobei dieser Untergrund auch gegessen werden kann.

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Mitten auf dem See gibt es noch zahreiche Inseln, welche alle aus Korallenriffen bestehen. Auf der "Isla de Pescadores" wachsen seit ueber 1000 Jahren Kakteen und es gibt einem dem Anschein, dass man von einem Nebelmeer umgeben sei, wenn man von der Spitze der Insel auf den Salzsee blickt.

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Nachdem wir die Insel hinter uns gelassen haben, wurden wir zu einem weiteren Salzhotel gefahren, welches mitten auf dem Salar de Uyuni steht. Dieses Hotel steht den Besuchern nicht mehr als Uebernachtungsmoeglichkeit zur Verfuegung, sondern dient nur noch als Museum.

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Am Rande des Salzsees wird auch heute noch die Salzgewinnung betrieben. Das Salz wird dabei zu Haufen aufgeschichtet, damit das darin enthaltene Wasser abfliessen kann und das Transportgewicht des Salzes nicht noch zusaetzlich erschwert.

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Als wir Uyuni erreicht hatten, verabschiedete sich die Haelfte der Reiseteilnehmer von uns, da diese zum Teil weiter nach "La Paz" reisten oder andere Orte in Bolivien besuchen wollten. Wir wurden von einem anderen Jeep in zweimal vier Stunden Fahrzeit und mit einer weiteren sehr spartanischen und kalten Uebernachtungsmoeglichkeit an die Grenze zu Chile zurueckgefahren. Dort stiegen wir in einen Minibus um und erreichten kurz darauf San Pedro de Atacama, wo unser Peugeot im Hostal schon auf uns wartete.

Als Abschluss unseres San Pedro de Atacama Besuches fuhren wir fast bei Vollmond ins "Valle de la Luna". Von einer grossen Duene aus konnten wir das farbenpraechtige Schauspiel bewundern, wenn jeweils die untergehende Sonne das bizarre Gestein des Valles in viele schoene Farben taucht, waehrend der Mond am Horizont aufgeht.

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Rueckblickend verbrachten wir eine sehr interessante und schoene Zeit in San Pedro de Atacama und Bolivien und waren froh, dass wir diese gefuehrte Tour gebucht hatten. Denn wir legten ca. 1120 Kilometer auf sehr unwegsamen und holprigen Steinpisten zurueck und unser Peugeot waere niemals in der Lage gewesen, diese Pisten zu meistern. Auch freuen wir uns, wieder selbst unsere kulinarischen Gerichte zubereiten zu koennen.

Posted by surfers 01.06.2007 11:01 Archived in Bolivia Comments (0)

San Pedro de Atacama

Tatio-Geysire (22.05.2007 - 24.05.2007)

sunny -14 °C

Mit Spannung erwarteten wir die kleine Wuestenoase San Pedro de Atacama, das Standartziel eines jeden Chilereisenden. Es dauert jedoch ein ganzes Weilchen, bis man von Antafogasta her, welches an der Kueste gelegen, ins Landesinnere gefahren ist. Auch gilt es einen Hoehenunterschied von knapp 3000 Metern zu ueberwinden. San Pedro de Atacama selbst liegt auf knapp 2440 Metern Hoehe mitten in der Atacamawueste, wird jedoch von hohen Bergen umschlossen und liegt am groessten chilenischen Salzsee, dem Salar de Atacama. Im Durchschnitt regnet es hier 14 Millimeter pro Quadratmeter (eines der trockenstens Gebiete der Erde). Dass das knapp 2000 Seelen Dorf voller Touristen sei, wurde uns schon im vornherein mitgeteilt. Wir fanden eine vollkommen auf Touristen ausgerichtete Infrastruktur, die Anzahl des Zielpublikums hielt sich aber dank der Nebensaison in Grenzen, was uns sehr freute.
Schon am naechsten Morgen galt es fuer uns, um 3.30 Uhr aufzustehen, da wir eine Tour zu den Tatio-Geysire gebucht hatten und wir dort noch vor Sonnenaufgang ankommen wollten. Gemaess Reisefuehrer wird einem abgeraten, auf eigene Faust dorthin zu fahren. Einerseits sei die Strasse in sehr schlechtem Zustand, andererseits sei auch der Weg schlecht ausgeschildert. Nach knapp 100 Kilometern in finsterer Nacht und auf holpriger Piste gelangten wir zum hoechstgelegenen Geysirefeld der Erde, auf 4300 Metern Hoehe. Man stelle sich vor, man befindet sich fast auf der Hoehe des Jungfraugipfels und kann aus zahlreichen Erdloechern mitverfolgen, wie Wasserdampf bis zu zehn Metern Hoehe aus dem Boden schiesst. Dass wir innerhalb von 24 Stunden von Meereshoehe auf 4300 Metern aufgestiegen waren merkten wir immer wieder, weil uns leichte Kopfschmerzen befielen und wir auch sehr schnell ausser Atem kamen, auch wenn es nur ein kleines Huegelchen zu ueberwinden galt.

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Die Geysire nach Sonnenaufgang auf 4300 Metern Hoehe.

Nachdem die Sonne aufgegangen war und wir unsere Fuesse und Haende noch kaum spuerten bei minus 14 Grad, erhielten wir die Gelegenheit, ein heisses Bad in einem Bergfluesschen zu geniessen, welches von einem Geysireerdloch erwaermt wird. Je naeher man dem Erdloch kam, desto heisser wurde das Wasser. Wer sich nicht vorsichtig genug im Wasser bewegte, haette sich leicht bei dem bis zu 90 Grad heissen Wasser verbrennen koennen. Eine schnelle Abkuehlung erhielt jedoch, wer sich an den verreisten Ufern anlehnte.

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Wir kamen auch noch in den Genuss von zahlreichen Tieren, welche auf dieser Hoehe leben. Allen voran die Vizcachas, Verwandte der Familie der Lamas.

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Die Vizcachas sind im Gegensatz zu den Lamas (siehe oberes Bild) kleiner und sind in ganz Chile vor der Jagd geschuetzt. Dies im Gegensatz zu Bolivien und Peru.

Nach unserer Rueckkehr um die Mittagszeit nach San Pedro de Atacama beschlossen wir, uns noch eineinhalb Tage Zeit zu nehmen, damit wir uns an die Hoehe anklimatisieren konnten. Dies, weil wir am kommenden Freitag einen viertaegigen Trip nach Bolivien unternehmen wollten, welcher bis auf 5000 Metern gehen wuerde.

Posted by surfers 01.06.2007 10:35 Archived in Chile Comments (0)

La Serena - Parque Nacional Pan de Azugar - Antafogasta

Der Kueste entlang nordwaerts (17.05.2007 - 22.05.2007)

sunny 25 °C

Unmittelbar nach La Serena begann die "kleine Wueste" von Chiles "Norte Chico". Es kam uns wie eine Unendlichkeit vor, als wir auf der Panamerica, welche wie mit einem Lineal durch die Landschaft gezogen wurde, waehrend Stunden fuhren.

Wir merkten sehr bald, dass wir es gleichentags nicht mehr bis nach Copiapo schaffen wuerden und bogen in das Huascotal ab um in Los Toyos zu naechtigen. Auch dort genossen wir eine herliche aber sehr kalte Nacht direkt an der Kueste.

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Die Strasse von Huasco nach Los Toyos.

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Nicht nur auf dem Zeltplatz von Los Toyos eigneten sich Kerzen hervorragend als Vorzeltbeleuchtung.

Anderntags setzten wir unsere Fahrt fort und kurz nach Copiapo gelangten wir gluecklicherweise wieder an die Kueste und somit veraenderte sich auch das Landschaftsbild, links das Meer, rechts unendlich hohe Sandberge.

Wir erreichten auch Balneano Flamenco leider schon wieder nach dem Eindunkeln und mussten ein weiteres Mal erleben, dass Zeltplaetze, welche als ganzjaehrig im Reisefuehrer deklariert sind nicht immer geoeffnet haben. Somit uebernachteten wir in den bisher "uebelsten Cabanas", welche wir bis jetzt angetroffen hatten. Pascal musste seine Isoliermatte auf die Matraze legen, um eine entsprechende Haerte des Bettes zu erreichen. Dagegen war das Bettgestell von Chris schon so durchgelegen, dass er gleich das ganze Bett an die Wand stellte und die Matraze auf den Boden legte, um darauf schlafen zu koennen und nicht einzusinken. Vor der Tuere ratterte ein Dieselgenerator, um Strom zu erzeugen. Dieser beendete seine Arbeit aber fristgerecht um 22 Uhr und wir sassen in der Folge im Dunkeln.

Im Nachhinein erfuhren wir, dass diese Cabanas normalerweise von den Minenarbeitern bewohnt werden, welche in unmittelbarer Naehe ihrer Arbeit nachgehen.

Am folgenden Morgen fuhren wir nach "Balneario Portofino", um unserer morgendlichen Surfsession nachzugehen. Und da es ja in Chile fast so viele Hunde gibt wie Einwohner erstaunte es uns auch nicht, dass es darunter auch eine Spezies gibt, welche dem Surfen fast ebenso viel Beachtung schenkte wie wir.

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Balnearion Portofino mit unserm Peugeot und unserem kleinen Reisegepaeck.

Wir fuhren nach ein paar Stunden weiter in den noerdlich gelegenen Nationalpark Pan de Azucar. Dort fanden wir einen Zeltplatz, welcher sich an einem Traumstrand befindet. Waehrend dem Surfen am spaeteren Nachmittag tummelten sich gleich neben uns eine Gruppe von Pinquinen im Wasser. Dies laesst wohl "kaum" auf eine warme Wassertemperatur schliessen, oder?

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Wir blieben drei Naechte im Nationalpark und fuhren noch vor dem Fruehstueck weiter in Richtung Antafogasta. Auf halbem Weg genossen wir unser Fruehstueck neben der Panamerica. Lustigerweise hupten uns zahlreiche Truckfahrer zu, als sie vorbei fuhren.

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Fruehstueck entlang der Panamerica mitten in der Wueste.

In Antafogasta angelangt suchten wir uns einen gemuetlichen Zeltplatz, welches sich jedoch nicht als ganz leichtes Unterfangen herausstellte. Wir fanden jedoch einen mit sehr symphatischen und unterhaltsamen Nachbarn.

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Das Wahrzeichen von Antafogasta, ein steinernes Tor vor der Kueste, ist eines der schoeneren Objekte, welches die Hafenstadt zu bieten hat und einen sehr stark an die "Great Ocean Road" in Australien erinnert.

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Am Dienstag, 22.05.2007, fuhren wir begleitet von einem heftigen Sandsturm weiter in die Oase "San Pedro de Atacama", welche mitten in der trockensten Wueste der Welt gelegen ist.

Posted by surfers 24.05.2007 18:30 Archived in Chile Comments (1)

Las Molles - La Serena

Der kleine Norden von Chile (10.05.2007 - 16.05.2007)

semi-overcast 20 °C

Wir verliessen nun also definitiv Santiago mit dem Ziel, erst kurz vor unserem Abflug auf die Osterinseln wieder in Santiago zu sein. Der erste Ort, welchen wir ansteuerten hiess Las Molles. Es wurde uns dort ein Restaurant empfohlen, welches von einem Schweizer gefuehrt wird. Als wir nun in das besagte Restaurant "El pirata suizo" eintraten und eine gemuetliche Menschenrunde vor offenem Chemineefeuer vorfanden, war uns klar, dass wir wohl die naechsten Stunden hier bleiben wuerden. Auf die Frage, wo wir den zu naechtigen gedenken, hatten wir noch keine Antwort. Giorgio (der Besitzer) wusste jedoch die Antwort, verschwieg uns aber die entsprechenden Details. Er liess nur verlauten, dass wir dann schon noch zu gegebender Zeit informiert werden, wo es hingehen wuerde. Nach etlichen Stunden am offenen Feuer und unzaehligen Gespraechsthemen brachen wir auf mit seinem Auto zu einer Fahrt in den dunklen Wald. Dort angekommen mussten wir draussen warten, bis er alle Kerzen im Haus angezuendet hatte, denn das Haus verfuegt ueber keinen Strom- und Wasseranschluss. Was wir vorfanden war ein wunderschoen und schlicht eingerichtetes Haeuschen, welches wie ein Adlerhorst auf einer Klippe thront in einem Militaersperrgebiet. Giorgio liess uns wissen, dass er sein "illegal erbautes Haeuschen" nur sehr wenigen Besuchern zeige, denn er moechte nicht, dass man den Weg zu seinem Traumoertchen kennt und es im Nachhinein wieder einmal besuchen koennte. Wir wussten seine Gastfreundschaft zu schaetzen und schliefen nach weiteren Stunden mit Gespraechen ueber Gott und die Welt tief und erschoepft ein. Am naechsten Tag erkundeten wir die naehere Umgebung und mussten feststellen, dass er sich ein wirklich einmaliges Oertchen ausgesucht hatte fuer seinen Bau.

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Blick vom Wohnzimmer aufs Meer. Gut zu erkennen ist die erhoehte Lage ueber den Klippen.

Nach zwei weiteren Naechten auf dem nahegelegenen Zeltplatz und schoenen Surfsessions verliessen wir Las Molles wieder in Richtung La Serena.

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Unser Standplatz in Las Molles. Doch es spielte eigentlich keine Rolle, wo wir uns hinplaziert haetten, denn wir waren die einzigen Gaeste um diese Jahreszeit.

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Endlich kamen wir mal zum Surfen...

In La Serena naechtigten wir im Hostal La Punta. Der Tagesablauf bestand darin, dass wir vor dem Fruehstueck einen Morgensurf absolvierten und nachher die naehere Umgebung nach weiteren Spots absuchten, um uns wieder dem Surfen zu widmen. Leider war der Swell kleiner als prognostiziert und so trafen wir an zahlreichen Orten leider nur kleinere Wellen an, als wir eigentlich erhofft hatten.

Das Wahrzeichen der Schwesterstadt "Coquimbo", das "Cruz del III Milenio" besuchten wir natuerlich auch. Dieser Betonkoloss in Form eines ueberdimensionierten Kreuz steht in starkem Gegensatz zu den Barackenbauten an dessen Fusse. Und von weitem sieht man die "billige" Bauart des Schalenbetons zum Glueck auch nicht. Fazit: Aus der Ferne betrachtet wirkt das Kreuz sehr schlicht und schoen, aus der Naehe ist es jedoch fraglich, ob ein solches monumentales Bauwerk einen solchen Ort wirklich aufwertet oder nicht. Die entsprechende Antwort bleibt dem Besucher vorenthalten.

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Das ueberdimensionierte und wuchtig anmutende "Cruz del III Milenio" in "Coquimbo".

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Daneben wirken die Haeuser der Einwohner von Coquimbo fast klaeglich neben dem Betonbauwerk.

Die Fahrt fuehrte uns nach drei Tagen in La Serena weiter Richtung Norden, zu weiteren empfohlenen Surfspots zwischen La Serena und Antafogasta.

Posted by surfers 08:14 Archived in Chile Comments (0)

Santiago

Auto(ver-)kauf: nun endgueltig letzter Teil (25.4.2007 - 09.05.2007)

all seasons in one day

Nach einer schoenen Woche in San Carlos de Bariloche (Argentinien) fuhren wir voller Hoffnung wieder zurueck nach Puerto Montt, um unser repariertes Auto entgegennehmen zu koennen. Doch wie es so in Chile ist, alles braucht seine Zeit und alles kommt schoen der Reihe nach. Sprich, die zu bestellende Zylinderkopfdichtung wurde erst nach Gebrauch bemerkt und schon wieder verflossen zwei Tage des Wartens. Doch mit ein paar Tagen Verspaetung konnten wir das Auto endlich am Samstagvormittag, mit dem Versprechen “Jetzt ist endgueltig alles i.O.“ entgegennehmen und Puerto Montt entgueltig Good-Bye sagen. Wer verbringt schon gerne die meisten Tage seiner Reise in der wohl am meist gemiedetesten Stadt Chiles... am Schluss waren es kumuliert mehr als 2 Wochen, ohne die unternommenen Reisen mit dem Bus. Doch wir waren frohen Mutes und fuhren davon in Richtung Norden, in die lang ersehnte Waerme. Pichilemu war unser Ziel, doch je naeher wir kamen, desto groesser wurde die Gewissheit, unser Auto ist noch immer nicht fit und verliert noch immer irgendwo Wasser. Unsere Nerven waren endgueltig ueberstrapaziert und als wir nach ein paar tollen Surftagen in Pichilemu wieder in Santiago einen Zwischenstop einlegten und neue unerwuenschte Geraeusche aus den Gewoelben des Motorenraumes kamen, stand fest, das Auto muss weg!
Kurz zusammengefasst, wir verkauften das Auto zu einem schmerzhaften, aber fuer die verborgenen Geheimnisse gerade noch akzeptablen Preis. Endlich war uns das Glueck auch in der Transportsache hold und wir fanden fuer die restlichen 2 Monate ein billiges Mietauto mit viel Stauraum (Peugoet Partner – Bilder folgen in den naechsten Berichten).

Schlussendlich konnten wir auch Santiago nach gut einer Woche wieder verlassen und den warmen und trockenen Norden Chiles in Angriff nehmen...

Posted by surfers 22.05.2007 15:39 Archived in Chile Comments (0)

Patagonien / ARGENTINIEN

Eine Woche rund um San Carlos de Bariloche (18.04.2007 - 24.04.2007)

sunny 10 °C

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San Carlos de Bariloche en Argentina - Wir hoerten immer wieder, es sei wie Zermatt in der Schweiz. Doch wer dies denkt, der war noch nie in Zermatt. Wenn man Kaese- oder Schokoladenfondue essen kann, alle schweizer Kantonswappen an etlichen Hauswaenden sieht, man zwischen dem Hotel Matterhorn, Zermatt oder Gstaad auswaehlen kann, um seinen Wertesten zu betten, dann darf man sich noch lange nicht in der Schweiz fuehlen. Doch nebst all diesen vermeintlichen truegerischen Schokoladenfabriken und Uhrengeschaeften, gibt es doch viele Dinge in San Carlos de Bariloche, welche einen Abstecher durchaus lohnenswert, ja sogar empfehlenswert machen.

Mittwoch:
Die Busreise ueber die mittlerweilen schneebedeckten Andenpaesse dauerte ungefaehr neun Stunden. Wenn das ganze Passprozedere an der Grenze nicht waere, dann wuerde es sehr wahrscheinlich auch in fuenf Stunden gehen. Doch da der argentinische Zoll peinlichst genau mit einem Spuerhund nach vermeintlichen frischen Nahrungsmitteln sucht, welche man aufgrund von Fruchtfliegen und so weiterem nicht ueber die Grenze mitnehmen darf, dauert es eben ein Weilchen.

Als wir in Argentinien ankamen, heuerten wir erst einmal einen Taxifahrer an, welchen uns zu einem Bancomaten chauffierte, damit wir wenigstens im Besitze einiger argentinischer Pesos waren, um die Fahrt vom ausserhalb der Stadt gelegenen Busterminal zum Hostel zu bezahlen. Nur leider waren die erhaltenen Geldscheine nicht in der Groessenordnung, mit welchen man in Bariloche Taxis bezahlen kann. Somit mussten wir uns zuerst das Geld fuer die Fahrt vom Hostel, in welchem wir aber noch gar nicht eingecheckt hatten, leihen. Manchmal ist es Gold wert, wenn man an unkomplizierte Leute geraet.

Donnerstag:
Fuer diesen Tag liehen wir uns zwei argentinische Mountainbikes und hatten Grosses vor. Doch als wir losfuhren, mussten wir rasch unsere Plaene aendern. In Chile dachten wir schon, dass wir wohl nicht die gluecklichste Hand hatten bei der Auswahl der Bikes. Doch diese beiden Bikes waren definitiv die Kroenung. Da wir es jedoch schon gewohnt sind, unsere Reiseplaene kurzfristig noch aendern zu muessen, fuehlten wir uns dieser Situation schon genuegend vertraut und es wurde eine schoene Tour rund um den Cerro Otto.

Freitag:
Heute hiess es um 5.45 Uhr aufstehen, um zeitig in "Le Cathedral" am Ausgangspunkt unserer Wanderung zu sein.

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Nicht die beste Kartenqualitaet, doch man kann vielleicht erkennen, wo es durch ging.

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Im Dunkeln liefen wir los, um den Sonnenaufgang spaeter geniessen zu koennen.

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Wir verliessen das Hostel vor sieben Uhr und liefen um 7.45 Uhr von "Le Cathedral" los, um 3 Stunden spaeter und mit etlichen Hoehenmeter unter den Fuessen im "Refugio Frey" anzukommen.

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Das "Refugio Frey" am wunderschoenen Bergsee nach drei Stunden Aufstieg.

Von dort ging es an zwei wunderschoenen Bergseen vorbei ueber eine Grette zur "Puerto Princessa". Zum guten Glueck befanden sich schon einige wenige Fussspuren auf unserer Route, so dass wir immerhin eine leichte Ahnung hatten, wo sich unser Weg befand. Trotzdem war die Route nicht ganz leicht begehbar, da schon eine betrachtliche Menge an Schnee lag und der Boden zum Teil derart gefroren war, dass wir nicht immer die beste Trittsicherheit hatten.

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Auch waren die Wegweiser (auf Felsen aufgemalte einfache rote Punkte) nicht immer leicht zu entdecken.

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Wir wurden jedoch immer wieder mit wunderbaren Panoramen fuer unseren muehevollen Aufstieg belohnt.

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Die Tour beendeten wir nach 7 Stunden effektiver Marschzeit mit der Talfahrt einer Gondelbahn, welche ausnahmsweise fuer eine geschlossene Gesellschaft geoeffnet war, welcher wir uns einfach hinten anstellten.

Samstag:
Auf dem Programm stand relaxen und das Auskundschaften des Bikeverleihs fuer den kommenden Tag.

Sonntag:
Wir fuhren mit dem oeffentlichen Bus bis zum 25 Kilometer entfernten Bikeverleih. Von dort radelten wir auf Nebenstrassen und Schotterpisten (diese koennen manchmal ziemlich muehsam und anstrengend sein, vor allem wenn die Abstaende der Rillen sehr nahe beieinander liegen) nach "Le Cathedral", um unser Once zu geniessen.

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Nach einem guten Once genossen wir die Talfahrt und fuhren an etlichen Seen vorbei dem "Circuit Chico", unserem zweiten Etappenziel entgegen. Der "Circuit Chico" ist eine huegelige Rundstrecke um den Lago Moreno. Nach ca. 70 Kilometern beendeten wir unsere Biketour wieder beim Bikeverleih, von wo uns der oeffentliche Bus nach Bariloche zurueck brachte.

Montag:
Heute liefen wir auf die Bergspitze, dem "Cerro Otto", um welchen wir am ersten Tag mit dem Fahrraedern geradelt sind. Wir genossen unser Once diesmal in der Bergstation der Gondelbahn, bevor wir uns eine Nachspeise im Drehrestaurant (wie demjenigen des Piz Glorias auf dem Schilthorn - die Schweiz laesst gruessen) goennten.

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Blick vom Cerro Otto in Richtung "Circuit Chico" und den "Lago Moreno".

Nach einem raschen Abstieg ueber steile Singletrails (wie sehr wir es uns gewuenscht haetten, jetzt ein Bike zu besitzen) ging es wieder dem Hotel entgegen. Dies war auch sogleich unser letzter Tag unseres Ausfluges nach Argentinien, um einerseits unser Visum zu verlaengern und andererseits auch einmal wieder die Topografie Patagoniens zu Fuss und per Bike zu erfahren.

Posted by surfers 21.04.2007 18:19 Archived in Argentina Comments (0)

Volcán Osorno und Volcán Casablanca

Vulkanbesichtigungen (14.04.2007 und 15.04.2007)

semi-overcast 18 °C

Den Samstag widmeten wir der Besichtigung des Vulkans Osorno, welcher ihr schon von unserer Reise nach Puerto Montt und von der Biketour her kennt. Wir fuhren bis zu der auf 1200 Meter hoch gelegenen Talstation des Skigebietes. Von dort unternahmen wir einen kleinen Aufstieg bis zum Ende des ersten der beiden Sessellifte. Der Vulkan selbst erreicht eine Hoehe von 2652 Metern und seine Kuppe ist ganzjaehrig von einem Gletscher bedeckt. Unter den Chilenen gilt er schlicht als "der schoenste Vulkan Chiles".

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Der Wind blies entsprechend stark, was uns jedoch nicht davon abhielt, die Landschaft zu geniessen. Gluecklicherweise konnten wir von einem etwa einstuendigen Regenunterbruch profitieren.

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Blick auf den Lago Llanguihue mit der ersten Sektion der Sesselbahn.

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Das vulkanische Gestein knapp unterhalb der Schneedecke spiegelt sich im Sonnenlicht in den unterschiedlichsten Farben. Die Farbpalette reicht von Rot ueber Gruen bis hin zu tiefstem Schwarz. Die rote Farbe des Gesteins ist der Rand eines kleineren Kraters.

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Auf dem Rueckweg ins Tal...

Am Sonntag fuhren wir in das Skigebiet des Vulkans Casablanca. Auch dort liefen wir den Skiliften entlang den steilen Vulkanhang hoch, diesmal jedoch bis zur Bergstation.

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Dem Skilift entlang bis zum Kraterrand des Vulkans Casablanca

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Die Bergstation ist erreicht, nur leider mussten wir nicht "abbuegeln". Dafuer waren wir die einzigen hier oben.

Belohnt wurden wir mit einer fantastischen Rundsicht begleitet von entsprechend heftigem Wind. Zu dieser Jahreszeit scheint es normal zu sein, dass sich Wind mit Regen abwechselt. Wir bevorzugen momentan den Wind.

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Links ist der Vulkan Puntiagudo (2190 Meter) und rechts der Vulkan Osorno (2652 Meter), welchen wir gestern besucht hatten.

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Blick in oestliche Richtung gegen Argentinien vom Kraterrand und der Bergstation des Skiliftes aus.

Posted by surfers 15.04.2007 13:10 Archived in Chile Comments (1)

Chaiten und Parque Pumalin

Der Nationalpark und die Careterra Austral (06.04.2007 - 11.04.2007)

rain 14 °C

Um acht Uhr morgens kamen wir in Chaiten an, einem kleinen Dorf mit etwa dem Supermarktverhaeltnis zu Einwohnern von 12:1. Eine solch hohe Dichte an Verkaufsorten habe wir noch nie gesehen. Doch bekanntlich hat auch alles seine Gruende. In Chaiten haben niemals zeitgleich mehr als zwei Supermarkte geoeffnet, obwohl man von frueh morgens bis spaet abends einkaufen kann. Somit verteilen sich die Stellenprozente klug ueber das gesamte Dorf. Auf den Strassen laufen frei Pferde umher und im Osten wird das Dorf von einem Fluss begrenzt. Und genau an jenem lauschigen Plaetzchen haben wir uns in einem Hostel einquartiert, welches von einem deutschen Origami-Master und klassischen Gitarrenkuenstler betrieben wird.

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Blick von aussen ans Hostal "Casa Hexagon".

Zum Glueck habe ich das Hostal noch am ersten Tag fotografiert, denn danach sahen wir nie mehr ein Fleckchen blauen Himmel. Und die Einheimischen haben uns mitgeteilt, dass wenn wir von sinnflutartigen Regenfaellen sprechen, fuer sie die gleichen Bedingungen mit dem Vornamen des Regens zu vergleichen sei, denn Chaiten sei der niederschlagsreichste Ort in ganz Chile, na dann mal Prost mit Regenwasser...

Trotzdem und in der Hoffung, Gore-Tex Klamotten seien nun wirklich dicht, haben wir uns am selben Tag und bei bedecktem Himmel in Richtung unser Reiseziel aufgemacht, um eine ca. dreistuendige Wanderung im Parque Pumalin zu einem verborgenen Wasserfall zu unternehmen.
Der Parque Pumalin ist der weltgroesste private Nationalpark, gegruendet vom ehemaligen Besitzer der Modefirma Esprit (Douglas Tompkins), welcher nach und nach ganze Landstuecke Chiles zusammen kauft, um diese wieder der Natur zu ueberlassen. Leider gibt es auch in Chile einflussreiche politische Personen, welche dieses oekologische Vorhaben nicht besonders unterstuetzungswuerdig finden, ja sogar gewissen Landbesitzern verbieten, ihr Land dem Parque Pumalin zu verkaufen. Der Name Pumalin bedeutet im uebrigen, "dort wo der Puma wohnt". Gesehen haben wir ihn leider nicht, schade...

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Der auf halber Strecke gelegene Lago Rio Blanco, mit der zunehmends dichter werdenden Wolkendecke.

Nach etwa einstuendiger Fahrzeit kamen wir in Caleta Gonzalo an. Dort befand sich der Ausgangspunkt fuer unsere Wanderung. Wir koennen euch die Wanderung, falls ihr auch mal in dieser Gegend seid, nur "waermstens" empfehlen. Der Weg schlaengelt sich mitten durch das Dickicht, umgeben von dicken Baeumen und Farnen. Die Steine sind mit gruenschimmerndem Moos bewachsen. Von Zeit zu Zeit helfen kleine Holzbrueckchen, moorigen Untergrund zu begehen.

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Auch eine Flussdurchquerung oder steile Treppen sind zu ueberwinden, bis man dann schlussendlich nach geschaetzten zwei Stunden am Endziel, dem Wasserfall ankommt.

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Auf die speziell nassen Witterungsverhaeltnissen muss man bei den beiden entsprechenden Bilder wohl nicht mehr extra hinweisen.

Unsere Gore-Tex Klamotten, wie eingangs schon erwaehnt, haetten eigentlich dicht gehalten, sofern man nicht das Einsatzgebiet falsch bemisst. Durch den starken Niederschlag verwandelte sich der Fluss beim Rueckweg zu einem echten Hindernis, als wir ihn durchquerten und auch das abfliessende Wasser nahm die gleichen Wege talwaerts wie wir. Somit waren schnell einmal unsere Schuhe zu wenig hoch konstruiert. Doch wasserdichte Membranen halten auch dann noch dicht, wenn Wasser mal im Schuh drin ist. Wir sprechen aus Erfahrung.
Als wir bei Caperucita Roja angelangt waren, waren wir uns einig, dass man diese Wanderung nur bei trockener Witterung unternehmen sollte. Einen entsprechenden Warnhinweis fanden wir dann auch noch abends in einem unserer Reisefuehrer. Gelesen haetten wir ihn ja, nur eben zu einem falschen Zeitpunkt.

Auf dem Rueckweg nach Chaiten hielten wir nochmals an der kleinen Bucht an, an welcher wir morgens gefruehstueckt hatten nach der naechtlichen Faehrfahrt. Und wie so immer, koennen ein paar Sonnenstrahlen ganze Landstriche veraendern.

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Die Careterra Austral fuehrt quer durch den Parque Pumalin.

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Morgens bei sehr bedecktem Himmel gefruehstueckt, abends nach verregneter Wanderung (durch den Regenwald, ist ja eigentlich logisch) die letzten und einzigen Sonnenstrahlen zum "Once" genossen.

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Blick Richtung Chaiten vom Parque Pumalin aus gesehen.

Einen weiteren Ausflug widmeten wir heissen Quellen im Regenwald. Das Geniessen von 55 Grad heissem Wasser, Open-Air bei stroemendem Regen ist wirklich sehr unvergesslich. Aus Gruenden der Diskretion werden an dieser Stelle keine Bilder veroeffentlicht. Wir bitten um Verstaendnis... ;-)

Leider fuehlte sich Caperucita Roja noch immer nicht wohl und nach der "Konsultation" des hiesigen Dorfmechanikers entschieden wir uns, die naechste Faehre wieder zureck nach Puerto Montt zu nehmen. Doch leider ist dies einfacher gesagt als getan, da in der Nebensaison weniger Faehren verkehren und somit die freien Plaetze rar sind. Dies hiess fuer uns fuenf Tage warten.

Diese restlichen Tage in Chaiten verbrachten wir mit Lesen, Malen, Zeichnen, Kochen und etlichen Spaziergaengen durchs Dorf, um die offenen Supermaerkte zu finden. Der Regen liess bis zum Ablegen der Faehre in Richtung Puerto Montt am Mittwochabend nie nach.

Posted by surfers 11.04.2007 11:49 Archived in Chile Comments (1)

Puerto Montt / Biketour Región Lago todos los Santos

Eine Hafenstadt als Ausgangspunkt fuer das suedliche Chile (01.04.2007 - 05.04.2007) (01.04.2007 - 05.04.2007)

semi-overcast 20 °C

Ja, der Sonntag endete wirklich anders, als wir es uns gedacht haben. Wir stornierten die Faehre von Quellon nach Chaiten und fuhren am Montag morgen zurueck nach Puerto Montt, um Caperucita Roja durch checken zu lassen. Und da uns der Dorfmechaniker, welcher uns von verschiedensten Seiten empfohlen wurde, auch noch den Hinweis gab, dass in Puerto Montt die beste Adresse fuer allfaellige Reperaturen von Nissan-Jeeps sei, war der Fall fuer uns klar. Chaiten und die Careterra Austral koennen warten, vorallem muss man fuer diese suedliche Region von Chile auch ein Fahrzeug besitzen, auf welches man sich hundertprozentig verlassen kann, um nicht Ueberraschungen zu erleben.
Die Careterra Austral (ihr eigentlicher Name lautet: Camino Longitudinal Austral) ist eigentlich die Fortsetzung der Panamerica Nummer 5, welche von Alaska quer durch Amerika, Mexico City, Zentralamerika wie Costa Rica, Panama, um dann weiter durch Peru und schliesslich in Chile an ihrem suedlichsten Punkt in Quellon auf der Isla Chiloé endet. Im Norden der Isla Chiloé, jedoch auf den Festland gelegen, befindet sich die Hafenstadt Puerto Montt, von der alle wichtigen Faehrverbindungen in den Sueden und Richtung Antarktis ausgehen. Um weiter auf dem Festland in den Sueden zu reisen, muss man die Careterra Austral nehmen, welche jedoch selbst von drei Meerengen unterbrochen wird. Diese werden mittels kuerzeren bis mittleren Faehrverbindungen ueberbrueckt (Fahrzeiten zwischen 30 Minuten bis zu 5 Stunden). Diese Strasse wurde 1976 ab Puerto Montt gebaut. Der Bau dauerte 23 Jahre, um die ueber 1000 km lange Stecke bis Villa O´Higgins quer durch die Urwaelder und den Fjorden entlang zu realisieren. Die Strasse ist bis auf wenige kurze Teilstuecke nicht asphaltiert, sondern geht von Schlammpisten bis zu grobschotterigem Belag (Hoechstgeschwindigkeiten gemaess Strassenkarten von 35 km/h bis 80 km/h). Von ihrem suedlichsten Punkt (Villa o´Higgins) fuehrt kein Weg mehr weiter in den Sueden, nur noch per tagelangem Trekking kann man ueber die Anden nach Argentinien reisen, um weiter suedwaerts zu gelangen. Um mit dem Auto bis zur suedlichsten Stadt der Welt (Punta Arenas) zu gelangen, muss man ueber Argentinien ausweichen, denn auf chilenischer Seite fuehren nur Faehrverbindungen durch die zahlreichen Fjorde hindurch. Soweit eine kleine Erklaerung, was die Careterra Austral anbelangt. Fuer uns war zu Beginn schon klar, dass wir nie weiter suedlicher als bis nach Chaiten und Futaleufú fahren wuerden, um danach auf argentinischer Seite wieder gegen den Norden zu fahren. Denn einerseits braucht man fuer die einfache Strecke Puerto Montt bis Villa O´Higgins ca. zweieinhalb Wochen Fahrzeit und der Herbst bringt ziemlich viele Niederschlaege und kuehle Temperaturen mit sich.
Doch zurueck nach Puerto Montt. Waehrend Caperucita Roja gecheckt wurde, benuetzten wir die Zeit, um die Stadt zu erkundigen und eine Versicherung abzuschliessen, ohne die es nicht moeglich ist, mit einem chilenischen Auto nach Argentinien zu reisen. Mit der Fahrt nach Argentinien koennen wir auch gleich die Verlaengerung unserer Visen beantragen, welche nach unserer Rueckreise wiederum drei Monate gueltig sind.

Waehrend Caperucita Roja noch in der Garage verweilte sind wir mit zwei chilenischen Mountainbikes am Fuss des Vulkans Osorno biken gegangen. Die Qualitaet der Bikes schien uns, im Vergleich mit den bisher gesichteten Fahrraedern hoch, doch der Fahrkomfort war trotzdem nicht mit unseren gewohnten Verhaeltnissen zu vergleichen.

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Zieldestination unserer Rundtour war der Lago todos los Santos, ueber welchen im Sommer auch eine Reiseroute nach Argentinien fuehrt.

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Die Berge im Hintergrund befinden sich bereits in Argentinien.

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Auf dem Rueckweg hielten wir noch kurz in Puerto Varas, um die Abendstimmung am Lago Llanquihue zu geniessen und den Vulkan Osorno ein letztes Mal zu betrachten.

Am Donnerstagabend ging es nun endlich los, mit reparierter Caperucita Roja fuhren wir nun von Puerto Montt auf die Faehre, welche uns bis nach Chaiten brachte.

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Die linke Faehre steht im Hafen von Puerto Montt bereit, um Caperucita Roja und uns nach Chaiten zu bringen.

Posted by surfers 05.04.2007 11:05 Archived in Chile Comments (0)

Isla Chiloé

28.03.2007 - 31.03.2007

sunny 20 °C

Nachdem wir endlich unseren Oelwechsel hinter uns gebracht hatten und unser Auto nun fuer alle Faelle geruestet zu sein schien, machten wir uns auf die lange Reise zur Isla Chiloe. In der Nacht davor wurden wir, sprich Chris, noch von einem Grossbrand in Valdivia aufgeschreckt. Scheinbar treibte zu dieser Zeit ein Feuerteufel sein Unwesen in Valdivia.

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Beim Verlassen der Stadt kamen wir auch am Brandort vorbei. Das Haus war bis auf den Kamin komplett abgebrannt.

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Die Fahrt war lange, jedoch gepraegt mit wunderschoenen Aussichten auf die Landschaft und die Vulkane Chiles. Nach endlich sieben stuendiger Fahrt, zum Glueck hatten wir Valdivia schon fruehmorgens verlassen, erreichten wir die Faehre, um auf die Insel zu gelangen und somit konnte der Ueberschiffung auf die Insel nichts mehr im Wege stehen.

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Blick vom stillen Oertchen auf der Faehre (unbezahlbar)...

Nach einer halbstuendigen Fahrfahrt erreichten wir die Insel und hielten gleich einmal Ausschau nach einem schoenen Plaetzchen fuer ein Once. Unsere knurrenden Maegen uebertoenten schon die Schiffsmotoren und so war unser Ziel gleich das erste schoene Plaetzchen auf der Insel.

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Die Insel Chile ist ungefaehr 145 Km lang und etwa knappe 50 Km breit. Das Land ist huegelig, aber nicht bergig und wird von einem grossen Wald bedeckt. Ein grosser Teil der Insel steht unter Naturschutz und dieser ist zum Teil nur per Wasserweg erreichbar, da es keine Strassen gibt. Den Besucher faszinieren mehr noch als die Landschaft mit den satten Farben, die Ruhe der Menschen hier und ihre eigene Kultur, von sagenumwobenen Legenden, speziellen Gerichten und heiterer Musik. Ein haeufiges Sprichwort lautet: "Wer sich beeilt, verliert Zeit".

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Der starke Wind auf Chiloe kann man an den Formen der Baeume ablesen.

Nach einem ausgiebigen Once und einer kleinen Siesta machten wir uns auf die Suche nach einer gemuetlichen Unterkunft fuer die naechsten Tage. Wir wollten etwa in der Mitte der Insel stationiert sein, um die Insel ideal zu erkunden. Nach der Durchfahrt von Castro, der Inselhauptstadt, beschlossen wir rasch unsere Suche entfernt von der geschaeftigen und lauten Stadt weiterzufuehren, da die Panamerica, welche im suedlichen Teil der Insel Chiloe beginnt, direkt durch die Stadt fuehrt. Mit dem Sonnenuntergang fanden wir dann schlussendlich auch ein wunderschoenes Plaetzchen abseits der stark befahrenen Hauptstrasse. Ein sogenanntes Palafito, ein Haus auf Stelzen ueber dem Wasser. Wenn wir schon nicht am Meer mit dem Rauschen der Wellen sein konnten, so war etwas Wassergeplaetscher auch akzeptabel ;-)

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Die Naechte waren kuehl, aber unser Palafito bestens mit einem heimeligen und warmen Kamin ausgestattet. Eigentlich ist die Insel Chiloe einer der regenreichsten Teile Chiles, doch das Glueck war uns hold, und wir hatten 4 sonnige Tage (ein eher ungewoehnliches Phaenomen wie uns einige Einheimische mitteilten). Die vier Tage verbrachten wir mit dem Erkunden der Insel. Ob die Nordspitze der Insel mit ihren unberuehrten romantischen Buchten, in denen sich Schwaerme von Delphinen tummelten und um die Wette surften...

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oder die Westseite mit ihrem grossen Nationalpark "Parque Nacional Chiloe"...

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Blick ueber den Parco Nacional de Chiloe

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Die Insel zeigte sich uns von ihrer schoensten Seite und es wurde uns schon ein bisschen traurig ums Herz, als wir die Faehre fuer den kommenden Sonntag zurueck aufs Festland, diesmal aber weiter in Richtung Sueden, nach Chaiten buchten. Doch fuer die letzte Nacht wurde nochmals kraeftig eingeheizt, der leuchtende Sternenhimmel bewundert und bald legten wir uns schlafen, da wir am Sonntag frueh los wollten, um die Faehre Mittags in Quellon zu erreichen. Doch der Sonntag sollte anderst enden als wir dachten...

Sonntag Morgen frueh, Chris checkte nochmals Oel und Wasser, hatten wir schon Probleme, den Motor zu starten. Wir dachten uns, dass dies wohl an der kuehlen Nacht oder vielleicht an der Batterie liegen koennte und entschieden uns im Ablegeort der Faehre an einer Tankstelle uns zu erkundigen...

Posted by surfers 01.04.2007 09:23 Archived in Chile Comments (4)

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