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Puerto Montt / Biketour Región Lago todos los Santos

Eine Hafenstadt als Ausgangspunkt fuer das suedliche Chile (01.04.2007 - 05.04.2007) (01.04.2007 - 05.04.2007)

semi-overcast 20 °C

Ja, der Sonntag endete wirklich anders, als wir es uns gedacht haben. Wir stornierten die Faehre von Quellon nach Chaiten und fuhren am Montag morgen zurueck nach Puerto Montt, um Caperucita Roja durch checken zu lassen. Und da uns der Dorfmechaniker, welcher uns von verschiedensten Seiten empfohlen wurde, auch noch den Hinweis gab, dass in Puerto Montt die beste Adresse fuer allfaellige Reperaturen von Nissan-Jeeps sei, war der Fall fuer uns klar. Chaiten und die Careterra Austral koennen warten, vorallem muss man fuer diese suedliche Region von Chile auch ein Fahrzeug besitzen, auf welches man sich hundertprozentig verlassen kann, um nicht Ueberraschungen zu erleben.
Die Careterra Austral (ihr eigentlicher Name lautet: Camino Longitudinal Austral) ist eigentlich die Fortsetzung der Panamerica Nummer 5, welche von Alaska quer durch Amerika, Mexico City, Zentralamerika wie Costa Rica, Panama, um dann weiter durch Peru und schliesslich in Chile an ihrem suedlichsten Punkt in Quellon auf der Isla Chiloé endet. Im Norden der Isla Chiloé, jedoch auf den Festland gelegen, befindet sich die Hafenstadt Puerto Montt, von der alle wichtigen Faehrverbindungen in den Sueden und Richtung Antarktis ausgehen. Um weiter auf dem Festland in den Sueden zu reisen, muss man die Careterra Austral nehmen, welche jedoch selbst von drei Meerengen unterbrochen wird. Diese werden mittels kuerzeren bis mittleren Faehrverbindungen ueberbrueckt (Fahrzeiten zwischen 30 Minuten bis zu 5 Stunden). Diese Strasse wurde 1976 ab Puerto Montt gebaut. Der Bau dauerte 23 Jahre, um die ueber 1000 km lange Stecke bis Villa O´Higgins quer durch die Urwaelder und den Fjorden entlang zu realisieren. Die Strasse ist bis auf wenige kurze Teilstuecke nicht asphaltiert, sondern geht von Schlammpisten bis zu grobschotterigem Belag (Hoechstgeschwindigkeiten gemaess Strassenkarten von 35 km/h bis 80 km/h). Von ihrem suedlichsten Punkt (Villa o´Higgins) fuehrt kein Weg mehr weiter in den Sueden, nur noch per tagelangem Trekking kann man ueber die Anden nach Argentinien reisen, um weiter suedwaerts zu gelangen. Um mit dem Auto bis zur suedlichsten Stadt der Welt (Punta Arenas) zu gelangen, muss man ueber Argentinien ausweichen, denn auf chilenischer Seite fuehren nur Faehrverbindungen durch die zahlreichen Fjorde hindurch. Soweit eine kleine Erklaerung, was die Careterra Austral anbelangt. Fuer uns war zu Beginn schon klar, dass wir nie weiter suedlicher als bis nach Chaiten und Futaleufú fahren wuerden, um danach auf argentinischer Seite wieder gegen den Norden zu fahren. Denn einerseits braucht man fuer die einfache Strecke Puerto Montt bis Villa O´Higgins ca. zweieinhalb Wochen Fahrzeit und der Herbst bringt ziemlich viele Niederschlaege und kuehle Temperaturen mit sich.
Doch zurueck nach Puerto Montt. Waehrend Caperucita Roja gecheckt wurde, benuetzten wir die Zeit, um die Stadt zu erkundigen und eine Versicherung abzuschliessen, ohne die es nicht moeglich ist, mit einem chilenischen Auto nach Argentinien zu reisen. Mit der Fahrt nach Argentinien koennen wir auch gleich die Verlaengerung unserer Visen beantragen, welche nach unserer Rueckreise wiederum drei Monate gueltig sind.

Waehrend Caperucita Roja noch in der Garage verweilte sind wir mit zwei chilenischen Mountainbikes am Fuss des Vulkans Osorno biken gegangen. Die Qualitaet der Bikes schien uns, im Vergleich mit den bisher gesichteten Fahrraedern hoch, doch der Fahrkomfort war trotzdem nicht mit unseren gewohnten Verhaeltnissen zu vergleichen.

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Zieldestination unserer Rundtour war der Lago todos los Santos, ueber welchen im Sommer auch eine Reiseroute nach Argentinien fuehrt.

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Die Berge im Hintergrund befinden sich bereits in Argentinien.

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Auf dem Rueckweg hielten wir noch kurz in Puerto Varas, um die Abendstimmung am Lago Llanquihue zu geniessen und den Vulkan Osorno ein letztes Mal zu betrachten.

Am Donnerstagabend ging es nun endlich los, mit reparierter Caperucita Roja fuhren wir nun von Puerto Montt auf die Faehre, welche uns bis nach Chaiten brachte.

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Die linke Faehre steht im Hafen von Puerto Montt bereit, um Caperucita Roja und uns nach Chaiten zu bringen.

Posted by surfers 11:05 Archived in Chile

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