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Patagonien / ARGENTINIEN

Eine Woche rund um San Carlos de Bariloche (18.04.2007 - 24.04.2007)

sunny 10 °C

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San Carlos de Bariloche en Argentina - Wir hoerten immer wieder, es sei wie Zermatt in der Schweiz. Doch wer dies denkt, der war noch nie in Zermatt. Wenn man Kaese- oder Schokoladenfondue essen kann, alle schweizer Kantonswappen an etlichen Hauswaenden sieht, man zwischen dem Hotel Matterhorn, Zermatt oder Gstaad auswaehlen kann, um seinen Wertesten zu betten, dann darf man sich noch lange nicht in der Schweiz fuehlen. Doch nebst all diesen vermeintlichen truegerischen Schokoladenfabriken und Uhrengeschaeften, gibt es doch viele Dinge in San Carlos de Bariloche, welche einen Abstecher durchaus lohnenswert, ja sogar empfehlenswert machen.

Mittwoch:
Die Busreise ueber die mittlerweilen schneebedeckten Andenpaesse dauerte ungefaehr neun Stunden. Wenn das ganze Passprozedere an der Grenze nicht waere, dann wuerde es sehr wahrscheinlich auch in fuenf Stunden gehen. Doch da der argentinische Zoll peinlichst genau mit einem Spuerhund nach vermeintlichen frischen Nahrungsmitteln sucht, welche man aufgrund von Fruchtfliegen und so weiterem nicht ueber die Grenze mitnehmen darf, dauert es eben ein Weilchen.

Als wir in Argentinien ankamen, heuerten wir erst einmal einen Taxifahrer an, welchen uns zu einem Bancomaten chauffierte, damit wir wenigstens im Besitze einiger argentinischer Pesos waren, um die Fahrt vom ausserhalb der Stadt gelegenen Busterminal zum Hostel zu bezahlen. Nur leider waren die erhaltenen Geldscheine nicht in der Groessenordnung, mit welchen man in Bariloche Taxis bezahlen kann. Somit mussten wir uns zuerst das Geld fuer die Fahrt vom Hostel, in welchem wir aber noch gar nicht eingecheckt hatten, leihen. Manchmal ist es Gold wert, wenn man an unkomplizierte Leute geraet.

Donnerstag:
Fuer diesen Tag liehen wir uns zwei argentinische Mountainbikes und hatten Grosses vor. Doch als wir losfuhren, mussten wir rasch unsere Plaene aendern. In Chile dachten wir schon, dass wir wohl nicht die gluecklichste Hand hatten bei der Auswahl der Bikes. Doch diese beiden Bikes waren definitiv die Kroenung. Da wir es jedoch schon gewohnt sind, unsere Reiseplaene kurzfristig noch aendern zu muessen, fuehlten wir uns dieser Situation schon genuegend vertraut und es wurde eine schoene Tour rund um den Cerro Otto.

Freitag:
Heute hiess es um 5.45 Uhr aufstehen, um zeitig in "Le Cathedral" am Ausgangspunkt unserer Wanderung zu sein.

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Nicht die beste Kartenqualitaet, doch man kann vielleicht erkennen, wo es durch ging.

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Im Dunkeln liefen wir los, um den Sonnenaufgang spaeter geniessen zu koennen.

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Wir verliessen das Hostel vor sieben Uhr und liefen um 7.45 Uhr von "Le Cathedral" los, um 3 Stunden spaeter und mit etlichen Hoehenmeter unter den Fuessen im "Refugio Frey" anzukommen.

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Das "Refugio Frey" am wunderschoenen Bergsee nach drei Stunden Aufstieg.

Von dort ging es an zwei wunderschoenen Bergseen vorbei ueber eine Grette zur "Puerto Princessa". Zum guten Glueck befanden sich schon einige wenige Fussspuren auf unserer Route, so dass wir immerhin eine leichte Ahnung hatten, wo sich unser Weg befand. Trotzdem war die Route nicht ganz leicht begehbar, da schon eine betrachtliche Menge an Schnee lag und der Boden zum Teil derart gefroren war, dass wir nicht immer die beste Trittsicherheit hatten.

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Aufstieg_Wanderung_2.jpg

Auch waren die Wegweiser (auf Felsen aufgemalte einfache rote Punkte) nicht immer leicht zu entdecken.

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Wir wurden jedoch immer wieder mit wunderbaren Panoramen fuer unseren muehevollen Aufstieg belohnt.

Aufstieg_Wanderung_4.jpg

Die Tour beendeten wir nach 7 Stunden effektiver Marschzeit mit der Talfahrt einer Gondelbahn, welche ausnahmsweise fuer eine geschlossene Gesellschaft geoeffnet war, welcher wir uns einfach hinten anstellten.

Samstag:
Auf dem Programm stand relaxen und das Auskundschaften des Bikeverleihs fuer den kommenden Tag.

Sonntag:
Wir fuhren mit dem oeffentlichen Bus bis zum 25 Kilometer entfernten Bikeverleih. Von dort radelten wir auf Nebenstrassen und Schotterpisten (diese koennen manchmal ziemlich muehsam und anstrengend sein, vor allem wenn die Abstaende der Rillen sehr nahe beieinander liegen) nach "Le Cathedral", um unser Once zu geniessen.

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Nach einem guten Once genossen wir die Talfahrt und fuhren an etlichen Seen vorbei dem "Circuit Chico", unserem zweiten Etappenziel entgegen. Der "Circuit Chico" ist eine huegelige Rundstrecke um den Lago Moreno. Nach ca. 70 Kilometern beendeten wir unsere Biketour wieder beim Bikeverleih, von wo uns der oeffentliche Bus nach Bariloche zurueck brachte.

Montag:
Heute liefen wir auf die Bergspitze, dem "Cerro Otto", um welchen wir am ersten Tag mit dem Fahrraedern geradelt sind. Wir genossen unser Once diesmal in der Bergstation der Gondelbahn, bevor wir uns eine Nachspeise im Drehrestaurant (wie demjenigen des Piz Glorias auf dem Schilthorn - die Schweiz laesst gruessen) goennten.

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Blick vom Cerro Otto in Richtung "Circuit Chico" und den "Lago Moreno".

Nach einem raschen Abstieg ueber steile Singletrails (wie sehr wir es uns gewuenscht haetten, jetzt ein Bike zu besitzen) ging es wieder dem Hotel entgegen. Dies war auch sogleich unser letzter Tag unseres Ausfluges nach Argentinien, um einerseits unser Visum zu verlaengern und andererseits auch einmal wieder die Topografie Patagoniens zu Fuss und per Bike zu erfahren.

Posted by surfers 18:19 Archived in Argentina

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