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San Pedro de Atacama

Tatio-Geysire (22.05.2007 - 24.05.2007)

sunny -14 °C

Mit Spannung erwarteten wir die kleine Wuestenoase San Pedro de Atacama, das Standartziel eines jeden Chilereisenden. Es dauert jedoch ein ganzes Weilchen, bis man von Antafogasta her, welches an der Kueste gelegen, ins Landesinnere gefahren ist. Auch gilt es einen Hoehenunterschied von knapp 3000 Metern zu ueberwinden. San Pedro de Atacama selbst liegt auf knapp 2440 Metern Hoehe mitten in der Atacamawueste, wird jedoch von hohen Bergen umschlossen und liegt am groessten chilenischen Salzsee, dem Salar de Atacama. Im Durchschnitt regnet es hier 14 Millimeter pro Quadratmeter (eines der trockenstens Gebiete der Erde). Dass das knapp 2000 Seelen Dorf voller Touristen sei, wurde uns schon im vornherein mitgeteilt. Wir fanden eine vollkommen auf Touristen ausgerichtete Infrastruktur, die Anzahl des Zielpublikums hielt sich aber dank der Nebensaison in Grenzen, was uns sehr freute.
Schon am naechsten Morgen galt es fuer uns, um 3.30 Uhr aufzustehen, da wir eine Tour zu den Tatio-Geysire gebucht hatten und wir dort noch vor Sonnenaufgang ankommen wollten. Gemaess Reisefuehrer wird einem abgeraten, auf eigene Faust dorthin zu fahren. Einerseits sei die Strasse in sehr schlechtem Zustand, andererseits sei auch der Weg schlecht ausgeschildert. Nach knapp 100 Kilometern in finsterer Nacht und auf holpriger Piste gelangten wir zum hoechstgelegenen Geysirefeld der Erde, auf 4300 Metern Hoehe. Man stelle sich vor, man befindet sich fast auf der Hoehe des Jungfraugipfels und kann aus zahlreichen Erdloechern mitverfolgen, wie Wasserdampf bis zu zehn Metern Hoehe aus dem Boden schiesst. Dass wir innerhalb von 24 Stunden von Meereshoehe auf 4300 Metern aufgestiegen waren merkten wir immer wieder, weil uns leichte Kopfschmerzen befielen und wir auch sehr schnell ausser Atem kamen, auch wenn es nur ein kleines Huegelchen zu ueberwinden galt.

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Die Geysire nach Sonnenaufgang auf 4300 Metern Hoehe.

Nachdem die Sonne aufgegangen war und wir unsere Fuesse und Haende noch kaum spuerten bei minus 14 Grad, erhielten wir die Gelegenheit, ein heisses Bad in einem Bergfluesschen zu geniessen, welches von einem Geysireerdloch erwaermt wird. Je naeher man dem Erdloch kam, desto heisser wurde das Wasser. Wer sich nicht vorsichtig genug im Wasser bewegte, haette sich leicht bei dem bis zu 90 Grad heissen Wasser verbrennen koennen. Eine schnelle Abkuehlung erhielt jedoch, wer sich an den verreisten Ufern anlehnte.

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Tatio_Fluss_1.jpg

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Wir kamen auch noch in den Genuss von zahlreichen Tieren, welche auf dieser Hoehe leben. Allen voran die Vizcachas, Verwandte der Familie der Lamas.

Vizcachas.jpg

Lama.jpg

Die Vizcachas sind im Gegensatz zu den Lamas (siehe oberes Bild) kleiner und sind in ganz Chile vor der Jagd geschuetzt. Dies im Gegensatz zu Bolivien und Peru.

Nach unserer Rueckkehr um die Mittagszeit nach San Pedro de Atacama beschlossen wir, uns noch eineinhalb Tage Zeit zu nehmen, damit wir uns an die Hoehe anklimatisieren konnten. Dies, weil wir am kommenden Freitag einen viertaegigen Trip nach Bolivien unternehmen wollten, welcher bis auf 5000 Metern gehen wuerde.

Posted by surfers 10:35 Archived in Chile

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