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BOLIVIEN

Vier Tage auf dem Altiplano - Salar de Uyuni (25.05.2007 - 28.05.2007)

sunny 12 °C

Flagge_Bolivia.jpg

Am Freitagmorgen ging es um acht Uhr los, um wieder einmal Chile zu verlassen und alle Grenzformalitaeten zu erledigen. Deshalb wurden wir mit einem Minibus zur bolivischen Grenzstation auf 4000 Metern gefahren.

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Die bolivianische Grenze zu Chile.

Nach dem wir alle notwendigen Stempel und Papiere ausgefuellt hatten, fruehstueckten wir, derweilen die Fahrer unserer Jeeps unsere Rucksaecke auf den Daechern verstauten.

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Unsere Reisegruppe bestand aus zehn Teilnehmern und zwei Fahrern. Alleine sieben Teilnehmer kamen dabei aus der Schweiz, zwei aus Irland und einer aus Frankreich. Es ergab sich von selbst, dass waehrend des gesamten Trips neben Spanisch folglich auch Schwyzerduetsch, Franzoesisch und Englisch gesprochen wurde.

Nachdem wir ca. eine Stunde gefahren sind, erreichten wir die weisse und die gruene Lagune. Beide Lagunen sind miteinander verbunden, jedoch fliesst das Wasser der weissen Lagune in die gruene. Die gruenliche Farbe entsteht aufgrund von Mikroorganismen, welche im Wasser leben. Beide Lagunen sind eiskalt und zum Teil mit Eis an den Raendern bedeckt.

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Gut erkennbar ist das weisse Wasser der Lagune.

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Im Gegensatz dazu die gruene Lagune.

Weiter ging es an den Bergen der sieben Farben vorbei, ueber endlos erscheinende Hochebenen bis zu warmen Thermalquellen, wo wir uns waschen konnten. Diese Moeglichkeit wurde von einzelnen Teilnehmern auch sehr gerne genuetzt, da die erste Unterkunft auf ueber 4700 Metern keine Duschen bot und auch nur kaltes Wasser zur Verfuegung stand.

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Im Gegensatz zu unserem letzten heissen Bad war dieses weit weniger romantisch und ueberfuellt mit anderen Leuten.

Nach dem wir uns frisch gewaschen wieder auf den Weg machten, gelangten wir zu einem weiteren Geysirefeld. Hier konnte man sich zwar nicht der Koerperreinigung betaetigen, jedoch sich eine neue Duftnote zusetzen lassen. Die Luft um die Erdloecher war vom Schwefel, welcher aus dem Boden austrat, mit dem Duft nach faulen Eiern zu vergleichen. Die Farben des Bodens liessen jedoch auf zahlreiche Inhaltsstoffe der Geysire schliessen.

Schwefelgeysire_1.jpg

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...und es roch so gut!

Wir fuhren ausserplanmaessig schon ueber den Mittag zu unserer abendlichen Unterkunft, da starke Winde den Genuss einer Mittagsmahlzeit unter freiem Himmel verunmoeglichten. Am Nachmittag besuchten wir noch die Laguna Roja. Ihr Wasser wird von Mikroorganismen, je nach Sonneneinstrahlung, in intensives Rot gefaerbt.

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Die rote Laguna wird zudem von hunderten von Flamigos bewohnt.

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Die erste Nacht verbrachten wir in Sechserzimmern auf 4700 Metern Hoehe, wobei einige Fensterscheiben nur noch von Plastiksaecken abgedeckt waren. Folglich mussten wir uns gut isolieren, damit man bei Minus 20 Grad eine warme Nacht geniessen konnte.

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Am zweiten Tag fuhren wir vorbei an den Piedras de Dali (Steine, welche an Bilder des katalanischen Malers Salvador Dali erinnern) zum Arbol de Piedra. Dieser Stein vulkanischem Ursprungs wurde von Wind und Wetter so geschliefen, dass er die Form eines Baumes erhielt.

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Der "versteinerte Baum" mitten auf dem Altiplano in Bolivien.

Wir besuchten in der Folge noch vier weitere wunderschoene Lagunen. Die Namen derer sind uns leider nicht mehr sehr praesent, weshalb wir lieber die folgenden Bilder fuer sich alleine sprechen lassen.

Lagune_1.jpg

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Unsere zweite Nacht verbrachten wir in einem Hotel, welches vollkommen aus Salzsteinen gebaut wurde. Sogar die Better waren aus Salz. Nur der Boden der Duschen (wir genossen das heisse Wasser sehr) war mit gebrannten Kacheln belegt.

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Das Salzhotel wurde am Rande des weltweit groessten Salzsees erbaut. Der Salar de Uyuni befindet sich auf einer Hoehe von 3660 Metern ueber Meer und bedeckt ein Viertel der Flaeche der Schweiz. Es ist ein eigenartiges Gefuehl, wenn man mit dem Jeep mit hoher Geschwindigkeit ueber endlose Salzpisten fahren kann und nichts als weiss sieht. Sehr schnell denkt man dabei an Schnee, wobei dieser Untergrund auch gegessen werden kann.

Salar_de_Uyuni.jpg

Mitten auf dem See gibt es noch zahreiche Inseln, welche alle aus Korallenriffen bestehen. Auf der "Isla de Pescadores" wachsen seit ueber 1000 Jahren Kakteen und es gibt einem dem Anschein, dass man von einem Nebelmeer umgeben sei, wenn man von der Spitze der Insel auf den Salzsee blickt.

Isla_de_Pescadores.jpg

Nachdem wir die Insel hinter uns gelassen haben, wurden wir zu einem weiteren Salzhotel gefahren, welches mitten auf dem Salar de Uyuni steht. Dieses Hotel steht den Besuchern nicht mehr als Uebernachtungsmoeglichkeit zur Verfuegung, sondern dient nur noch als Museum.

Salzhotel_Uyuni.jpg

Am Rande des Salzsees wird auch heute noch die Salzgewinnung betrieben. Das Salz wird dabei zu Haufen aufgeschichtet, damit das darin enthaltene Wasser abfliessen kann und das Transportgewicht des Salzes nicht noch zusaetzlich erschwert.

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Als wir Uyuni erreicht hatten, verabschiedete sich die Haelfte der Reiseteilnehmer von uns, da diese zum Teil weiter nach "La Paz" reisten oder andere Orte in Bolivien besuchen wollten. Wir wurden von einem anderen Jeep in zweimal vier Stunden Fahrzeit und mit einer weiteren sehr spartanischen und kalten Uebernachtungsmoeglichkeit an die Grenze zu Chile zurueckgefahren. Dort stiegen wir in einen Minibus um und erreichten kurz darauf San Pedro de Atacama, wo unser Peugeot im Hostal schon auf uns wartete.

Als Abschluss unseres San Pedro de Atacama Besuches fuhren wir fast bei Vollmond ins "Valle de la Luna". Von einer grossen Duene aus konnten wir das farbenpraechtige Schauspiel bewundern, wenn jeweils die untergehende Sonne das bizarre Gestein des Valles in viele schoene Farben taucht, waehrend der Mond am Horizont aufgeht.

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Valle_de_la_Luna_2.jpg

Rueckblickend verbrachten wir eine sehr interessante und schoene Zeit in San Pedro de Atacama und Bolivien und waren froh, dass wir diese gefuehrte Tour gebucht hatten. Denn wir legten ca. 1120 Kilometer auf sehr unwegsamen und holprigen Steinpisten zurueck und unser Peugeot waere niemals in der Lage gewesen, diese Pisten zu meistern. Auch freuen wir uns, wieder selbst unsere kulinarischen Gerichte zubereiten zu koennen.

Posted by surfers 11:01 Archived in Bolivia

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