A Travellerspoint blog

Iquique - Arica - Pica - Iquique

Bis an die Grenze von Peru (29.05.2007 - 08.06.2007)

sunny 20 °C

Nachdem wir San Pedro de Atacama verlassen hatten, fuhren wir auf direktem Weg an die Kueste. In Tocopilla angekommen stellten wir fest, dass auch diese Stadt wohl nur aus einem Hafen und vielen Abfallbergen besteht, welche links und rechts der Stadt angehaeuft wurden.

DSC_0004.jpg

Die kleine Industriestadt Tocopilla.

Die Suche nach einem nahegelegenen Surfspot noerdlich der Stadt verlief leider erfolglos. Was wir jedoch fanden, war ein kleiner Strand mit tausenden von Muscheln. Dieser kleine Spot entschaedigte uns fuer die erfolglose Suche und wird sicherlich in die Liste der moeglichen Gratisuebernachtungen aufgenommen fuer unsere Rueckfahrt nach Santiago.

Muschelstrand.jpg

Playa Cuchara

Am kommenden Morgen fuhren wir in guter Hoffnung weiter nordwaerts in Richtung Iquique. Leider mussten wir feststellen, dass in letzter Zeit ungluecklicherweise keine surfbaren Wellen an die Kueste gelangten, obwohl entsprechende Seiten im Internet dies prognostiziert hatten. In Iquique residierten wir das erste Mal in einem Hotel, da sich Pascal noch immer geschwaecht fuehlte von unserem Bolivientrip.
Iquique praesentierte sich im Weiteren fuer uns als die Stadt, in welcher an jeder Strassenecke unzaehlige defekte Autos (oder das was noch von ihnen uebrig ist) stehen und so suchten wir eine Uebernachtungsmoeglichkeit, bei der wir unser Auto sicher abstellen konnte. Als einzige Loesung bot sich eben der Aufenthalt in einem Hotel inklusive Garage an. Das Hotelfruehstueck stellte sich als "Appetitanreger" fuer das nachfolgende Fruehstueck auf dem Hotelzimmer heraus, doch die Aussicht vom Dachgeschoss des Hotels genossen wir indessen sehr.

Nach drei Tagen in Iquique, an denen sich Pascal auskurieren konnte, fuhren wir weiter nach Arica. Arica, die Grenzstadt zu Peru, bot uns waehrend drei Tagen wieder die Moeglichkeit fruehmorgens zu surfen. Dies genossen wir sehr, da wir uns nach dem Surfen jeweils an einem Fruehstueck laben konnten, welches seinesgleichen sucht (wir pflegten ganz gerne dem Slogan "eat as much as you can" zu entsprechen, mit welchem das Hostal fuer sich warb).

arica_boote.jpg

Der Trockenhafen Aricas

arica_kirche.jpg

Die Kirche in Arica, erbaut von Gustav Eiffel vier Jahre vor dem Bau des Eiffelturmes in Paris.

In der letzten Nacht stiessen wir im Hostal noch auf Miriam und Stefan, jene zwei Schweizer, welche wir in San Pedro de Atacama kennen lernten und welche auch auf dem Trip nach Bolivien dabei waren. Sie erzaehlten uns, dass der Zeltplatz in Pica, einer Oasenstadt, sehr schoen war und sich als guenstige Uebernachtungsmoeglichkeit anbot. Dies traf sich gut, denn wir wollten als naechstes auf der Rueckfahrt in Pica vorbei schauen.

Zuvor besuchten wir jedoch die "Geoglifos de Pintados". Diese sind in Felsen geritzte Steinzeichnungen, welche von den Ureinwohnern von Chile her stammten. Die Zeichnungen befinden sich in der "trockensten Region der Erde". An dieser Stelle hat es gemaess Auskuenften von Chilenen seit mehreren Jahren nicht mehr geregnet. Diese Hochebene wird zum Meer hin gut abgeschirmt von jeglichen meteorologischen Einfluessen durch das entlang laufende Kuestengebirge und landseitig begrenzt vom 4000 bis 5000 Meter hohen Altiplano. Dazwischen herscht Pampa, zuweilen mit einem Salar (Salzsee).

geoglifos.jpg

Die meisten Geoglifen an einem Ort in Chile.

Salar_Geoglifos.jpg

Der trockenste Platz auf Erden. Seit Jahren fiel hier kein Regen mehr.

Als wir noch kurz vor Sonnenuntergang in Pica ankamen, mussten wir feststellen, dass der von den Schweizern beschriebene Zeltplatz schon geschlossen hatte und wir, angesichts nur einer geplanten Uebernachtung in Pica, nicht sonderlich viel Geld ausgeben wollten fuer eine teure Unterkunft. So fuhren wir kurzentschlossen zum Aussichtspunkt, welcher ueber Pica gelegen ist und bauten dort unser Zelt auf. Waehrend den beiden Mahlzeiten hatten wir jeweils eine wunderbare Aussicht ueber Pica und die angrenzende Pampa. Wir genossen es sehr, diesen Ort fuer unsere Uebernachtung gewaehlt zu haben.

pica.jpg

Unsere 1000-Sterne Uebernachtung ueber Pica.

Am kommenden Morgen fuhren wir weiter nach Iquique, um uns wieder dem Surfen zu widmen, in der Hoffnung, dass die Wellen mittlerweile groesser geworden sind. Danach werden wir gemuetlich die Kueste nach Sueden abfahren, denn in knapp drei Wochen muessen wir wieder in Santiago sein, um auf die Osterinseln zu fliegen. Auf diesen geheimnissvollen Ort sind wir schon sehr gespannt.

Posted by surfers 08:19 Archived in Chile

Email this entryFacebookStumbleUpon

Table of contents

Be the first to comment on this entry.

This blog requires you to be a logged in member of Travellerspoint to place comments.

Enter your Travellerspoint login details below

( What's this? )

If you aren't a member of Travellerspoint yet, you can join for free.

Join Travellerspoint