Santiago
Autkauf - Teil 2 (15.3.-18.3.07)
18.03.2007
36 °C
So, da wären wir wieder. Heute ist Sonntag der 18.3.2007, der letzte Schultag und eine anstrengende Woche mit Autokaufen liegen hinter uns. Doch vorneweg, wir sind startklar! Nach einer laengeren Wartezeit auf die Bankueberweisung aus der Schweiz, gelobt sei die puenktliche Schweizerbank, traf das Geld am Mittwoch in Santiago ein und wir konnten am Donnerstag unseren Autokauf, den 2. Teil, in Angriff nehmen. Voller Tatendrang machten wir uns gleich nach der Schule auf den Weg zur Garage, brachten den ganzen Papierkram hinter uns (Notariatsbeglaubigung des Kaufvertrages inkl. Fingerabdrücken und etlichen Unterschriften, diversen Registrierungen des Autos, etc.) und einer zweieinhalbstuendigen Suche nach der fuer uns vorteilhaftesten Versicherung, damit wir dann auch am folgenden Tag, Freitag, das Auto entgegennehmen und abgesichert durch die Go-Kart-ähnlichen Strassen manoevrieren konnten. Doch eine Versicherung ist nicht gleich eine Versicherung. Dies mussten wir rasch feststellen. Wir sahen bald ein, dass es fuer uns von Vorteil ist, eine guenstige Jahresversicherung abzuschliessen, als zur einzigen und noch am anderen Ende der Stadt gelegenen Versicherung mit Monatsangeboten zu fahren und dort einen ueberhoehten Preis fuer die fuenf Monate zu bezahlen. Doch bevor man eine solche Versicherung definitiv abschliessen kann, muss das Auto zuerst einer intensiven und mit x-Fotos protokollierten Untersuchung bestehen und dies bedeutete, gleich am Freitag noch unversichert zur Versicherung zu fahren. Nach einem durch unsere chilenische Lehrerin gekochten Mittagessen holten wir am Freitagnachmittag das jetzt uns gehörende Auto ab und fuhren zur Versicherung.
Die Uhr tickt langsamer hier in Suedamerika, so auch in Chile und der Tag neigte sich bald wieder dem Ende zu. Eigentlich wollten wir ja noch weitere Vorbereitungen treffen, bevor wir uns zum Abschlussabend mit Mitstudentinnen und Mitstudenten / Lehrerinnen und Lehrern treffen wollten. Schlussendlich trafen wir gerade noch rechtzeitig von der Versicherungsinspektion wieder im Hostel ein, um uns zu duschen und umzuziehen, damit wir immerhin noch mit der schweizerisch ueblichen Verspaetung (eine Stunde) beim Restaurant eintrafen. Ich glaube, wir haben das Bild des puenktlichen Schweizers stark ramponiert, nachdem wir schon in der ersten Woche eineinhalb Stunden zu spaet kamen und sich dies nun immerhin auf eine Stunde beschraenkt, fortsetzte… ;-) die Puenktlichkeit haengt nun an den Deutschen und den Oesterreichern…
Doch nun wieder zum leidigen Thema, dem Autokauf: Das Auto gehörte jetzt uns. Papierkram, Registrierungen und Versicherung waren erledigt und vor uns lag nur noch ein langer Samstag, um die ganzen notwendigen Campingutensilien zu kaufen. Der Samstag fing schon gut an, resp. das Freitagabendprogramm endete erst um 5 Uhr morgens… wobei anzufügen sei, dass wir sehr frueh fuer chilenische Verhaeltnisse nach Hause gingen. Nach ein paar Stunden Schlaf machten wir uns dann quer durch Santiago auf, Baumarkt fuer Baumarkt abzuklappern und dies bei 36 Grad im Schatten und laufender Klimaanlage im Jeep. Freundliche und hilfreiche Unterstuetzung erhielten wir von Kathrin, einer schweizer Lehrerin des Colegio Suiza. Nach einem langen Tag waren wir dann froh, uns um Mitternacht in die Federn zu legen, da wir ja am Sonntag bis 12 Uhr das Zimmer geraeumt haben mussten, und dies bedeutete, frueh aus dem Bett zu steigen und unsern Jeep reisetauglich zu beladen.
Doch leider und so schien es uns, hatte die chilenische Gemuetlichkeit schon laengst Besitz von uns ergriffen und es wurde spaeter und spaeter. Wir entschieden uns die herzliche Gastfreundschaft eines anderen Schweizer Ehepaares in Anspruch zu nehmen. Damit wir dann in Ruhe am folgenden Tag vormittags aus Santiago losfahren konnten.
…doch es sollte nicht sein…







