Coronel - Quillon - Valdivia
Reise entlang der Westkueste
25.03.2007 - 27.03.2007
20 °C
Nach zwei Tagen bei Manuel, seiner Frau und seiner Schwester wollten wir endlich wieder unabhaengig sein. Wir fuehlten uns zwar sehr willkommen geheissen von allen dreien, doch wollten wir die chilenische Gastfreundlichkeit nicht zu sehr beanspruchen. Wir fuhren die Westkueste in suedlicher Richtung und haben einige kuriose Orte entdeckt. Manchmal verlief die Strasse entlang der Kueste mit wunderbarem Ausblick, meist war jedoch vom Pacific keine Spur zu erkennen. Wir hofften jedoch sehr, irgendwo noch einen surfbaren Spot zu entdecken, nachdem wir zwei Tage in Coronel nicht im Wasser waren. Wir mussten auch feststellen, dass der "Turistel", der Touristen Guide von Chile ueber sehr detaillierte Strassenkarten verfuegt, man jedoch aufgrund eines nicht vorhandenen Surferguides keine verlaesslichen Angaben hat, wo man die besten Spots vorfinden wird. So reisten wir in gemuetlicher Atmosphaere und hoften, hinter jeder Kurve etwas brauchbares zu entdecken.
So denn auch in Quillon. Ein kleines Doerfchen, welches an einem riesigen schwarzen Sandstrand liegt. Wir liessen Caperucita Roja stehen und liefen an den Strand, um das Brechen der Wellen zu beurteilen. Nach einer Erkundungstour rund um den Strand und um den Punt Quillon herum, zog es Pascal ins Wasser, waehrend Chris sich lieber dem Joggen am Strand widmete. So konnten beide ihren Vorlieben nachgehen, um die jeweils aufgestaute Energie los zu werden.
Das Doerfchen Quillon mit dem im Vordergrund befindlichen Hafen.
Punta Quillon mit eisernem Leuchttuermchen
Die Stunden vergingen rasch und es stellte sich wiederum die Frage, wo wir die Nacht verbringen wollen. Ein kleines Schildchen am Strassenrand verwies uns auf zwei riesige Cabañas. Jedes dieser Haeuser wuerde eigentlich Platz fuer acht Personen bieten und kostet in der Hauptsaison pro Nacht 45'000 Pesos, was umgerechnet etwas ueber 100 Franken entspricht. Mit etwas Feilscherkunst und Beharrlichkeit bezahlten wir dann in der Nebensaison nur noch deren 12'000 Pesos. Somit konnten wir unseren Reisetag in gediegender Atmosphaere und in einem luxerioesen Cabañas ausklingen lassen.
Das rechte Cabaña nur fuer uns alleine, welche ein Luxus...
Blick ins Wohnzimmer mit den grossen Panoramascheiben mit Meeresblick.
Natuerlich genossen wir am folgenden Morgen das Joggen am Strand und unsere Pilatusuebungen auf der Terasse zu taetigen, waehrend uns die Morgensonne aufwaermte.
Am folgenden Tag fuhren wir wiederum die Westkueste entlang in Richtung Sueden. Wie weit wir kommen wollten, liessen wir noch gaenzlich offen, denn laut Strassenkarte standen Wellblechpisten (Schotterpisten) auf dem Programm. Auch waren wir gespannt, ob la caperucita roja ueber die Schotterpisten gleiten wuerde oder ob das Reisen auf unbefestigten Strassen doch nicht so angenehm waere, wie wir uns dies vorstellten.
La Caperucita Roja in ihrem Element. Wir wurden nicht enttaeuscht und koennen auch auf diesen zum Teil sehr grobschotterigen Pisten gemuetlich fahren, als ob man auf Asphalt cruisen wuerde.
Pascal lotste mich bei Kilometer 56 zu einem wirklich sehr wunderschoenen Plaetzchen, um unser heissgeliebtes "once" abzuhalten.
Die Wellen waren nicht surfbar, der Wind blies mit unverbitterterter Kaelte, doch mit Wollmuetze und warmen Kaffee in der Tasse war es einfach herrlich. Zwei Stunden waren rasch verueber und wir wollten doch noch ein Stueckchen vorwaerts kommen. So fuhren wir der Stadt Valdivia entgegen. Die Landschaft wurde nun zusehends gruener, etliche Seen praegten das Landschaftsbild und man konnte es fast nicht glauben, am anderen Ende der Welt zu sein. Die Landschaft war eher eine Mischung von Irland (Seen mit unglaublichen Wolkenbildern) und Neuseeland (Ocean, Kuestenverlauf).
Sonnenuntergang bei Meduhin, bevor wir weiter in Richtung Valdivia fuhren.
Der Grund fuer unser zweitaegiger Besuch der Stadt Valdivia war die Pflege von Caperucita Roja. Heute erhielt sie frisches Oel und neue Bremsfluessigkeit sowie einen neuen Autoradio, damit wir auf unsere umfangreiche MP3 Sammlung waehrend des Reisen zu greifen koennen. Somit wird sie zunehmends zum Luxuscruiser...
Wir werden morgen weiter auf die 500 Kilometer entfernte Isla de Chiloe fahren und dort ein paar Tage verbringen, bevor wir uns spaeter noch mit der Caretera Austral befassen werden. Doch dies wird im naechsten Bericht stehen.
Posted by surfers 27.03.2007 4:03 PM Archived in Chile








sackstarki föteli sin das! do grieg ich grad fernweh <heul>. naja, immerhin hani bis jetzt alli priefige bestande, fehlt nur no s'resultat vo finance <zitter>
28.03.2007 by phil_mcl