A Travellerspoint blog

Coronel - Quillon - Valdivia

Reise entlang der Westkueste

sunny 20 °C

Nach zwei Tagen bei Manuel, seiner Frau und seiner Schwester wollten wir endlich wieder unabhaengig sein. Wir fuehlten uns zwar sehr willkommen geheissen von allen dreien, doch wollten wir die chilenische Gastfreundlichkeit nicht zu sehr beanspruchen. Wir fuhren die Westkueste in suedlicher Richtung und haben einige kuriose Orte entdeckt. Manchmal verlief die Strasse entlang der Kueste mit wunderbarem Ausblick, meist war jedoch vom Pacific keine Spur zu erkennen. Wir hofften jedoch sehr, irgendwo noch einen surfbaren Spot zu entdecken, nachdem wir zwei Tage in Coronel nicht im Wasser waren. Wir mussten auch feststellen, dass der "Turistel", der Touristen Guide von Chile ueber sehr detaillierte Strassenkarten verfuegt, man jedoch aufgrund eines nicht vorhandenen Surferguides keine verlaesslichen Angaben hat, wo man die besten Spots vorfinden wird. So reisten wir in gemuetlicher Atmosphaere und hoften, hinter jeder Kurve etwas brauchbares zu entdecken.
So denn auch in Quillon. Ein kleines Doerfchen, welches an einem riesigen schwarzen Sandstrand liegt. Wir liessen Caperucita Roja stehen und liefen an den Strand, um das Brechen der Wellen zu beurteilen. Nach einer Erkundungstour rund um den Strand und um den Punt Quillon herum, zog es Pascal ins Wasser, waehrend Chris sich lieber dem Joggen am Strand widmete. So konnten beide ihren Vorlieben nachgehen, um die jeweils aufgestaute Energie los zu werden.

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Das Doerfchen Quillon mit dem im Vordergrund befindlichen Hafen.

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Punta Quillon mit eisernem Leuchttuermchen

Die Stunden vergingen rasch und es stellte sich wiederum die Frage, wo wir die Nacht verbringen wollen. Ein kleines Schildchen am Strassenrand verwies uns auf zwei riesige Cabañas. Jedes dieser Haeuser wuerde eigentlich Platz fuer acht Personen bieten und kostet in der Hauptsaison pro Nacht 45'000 Pesos, was umgerechnet etwas ueber 100 Franken entspricht. Mit etwas Feilscherkunst und Beharrlichkeit bezahlten wir dann in der Nebensaison nur noch deren 12'000 Pesos. Somit konnten wir unseren Reisetag in gediegender Atmosphaere und in einem luxerioesen Cabañas ausklingen lassen.

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Das rechte Cabaña nur fuer uns alleine, welche ein Luxus...

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Blick ins Wohnzimmer mit den grossen Panoramascheiben mit Meeresblick.

Natuerlich genossen wir am folgenden Morgen das Joggen am Strand und unsere Pilatusuebungen auf der Terasse zu taetigen, waehrend uns die Morgensonne aufwaermte.

Am folgenden Tag fuhren wir wiederum die Westkueste entlang in Richtung Sueden. Wie weit wir kommen wollten, liessen wir noch gaenzlich offen, denn laut Strassenkarte standen Wellblechpisten (Schotterpisten) auf dem Programm. Auch waren wir gespannt, ob la caperucita roja ueber die Schotterpisten gleiten wuerde oder ob das Reisen auf unbefestigten Strassen doch nicht so angenehm waere, wie wir uns dies vorstellten.

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La Caperucita Roja in ihrem Element. Wir wurden nicht enttaeuscht und koennen auch auf diesen zum Teil sehr grobschotterigen Pisten gemuetlich fahren, als ob man auf Asphalt cruisen wuerde.

Pascal lotste mich bei Kilometer 56 zu einem wirklich sehr wunderschoenen Plaetzchen, um unser heissgeliebtes "once" abzuhalten.

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Die Wellen waren nicht surfbar, der Wind blies mit unverbitterterter Kaelte, doch mit Wollmuetze und warmen Kaffee in der Tasse war es einfach herrlich. Zwei Stunden waren rasch verueber und wir wollten doch noch ein Stueckchen vorwaerts kommen. So fuhren wir der Stadt Valdivia entgegen. Die Landschaft wurde nun zusehends gruener, etliche Seen praegten das Landschaftsbild und man konnte es fast nicht glauben, am anderen Ende der Welt zu sein. Die Landschaft war eher eine Mischung von Irland (Seen mit unglaublichen Wolkenbildern) und Neuseeland (Ocean, Kuestenverlauf).

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Sonnenuntergang bei Meduhin, bevor wir weiter in Richtung Valdivia fuhren.

Der Grund fuer unser zweitaegiger Besuch der Stadt Valdivia war die Pflege von Caperucita Roja. Heute erhielt sie frisches Oel und neue Bremsfluessigkeit sowie einen neuen Autoradio, damit wir auf unsere umfangreiche MP3 Sammlung waehrend des Reisen zu greifen koennen. Somit wird sie zunehmends zum Luxuscruiser...

Wir werden morgen weiter auf die 500 Kilometer entfernte Isla de Chiloe fahren und dort ein paar Tage verbringen, bevor wir uns spaeter noch mit der Caretera Austral befassen werden. Doch dies wird im naechsten Bericht stehen.

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Pichilemu – Concepción / Coronel

Der Trip geht weiter... (23.03.2007 - 24.03.2007)

sunny 28 °C

Nach drei schoenen Tagen in Pichilemu, mit kleinen aber feinen Wellen, ging es weiter in Richtung Concepción, genauer Coronel. Chris brauchte ein Surfboard, der Anzug sass wie angegossen, aber der Wellenschlitzer musste noch her. Wir wollten unser Glueck in Concepción versuchen, der naechst groesseren Stadt in Richtung Sueden, um nicht gegen unsere geplante Fahrtrichtung zu reisen. Schon in Santiago hatten wir die Adresse von Verwandten des Schulbesitzers erhalten, mit dem Tipp: „ruft an und sagt hallo!“ Etwas mulmig war uns dann doch als wir zum Handy griffen, anriefen und uns richtiggehend selbst einluden... aber gesagt getan und angerufen... wir wurden eingeladen, um vorbeizukommen. Wir sollten einfach kurz vorher nochmals anrufen, damit wir einen Treffpunkt vereinbaren konnten, wo sie uns abholen werden, denn der Weg war scheinbar nicht der Unkomplizierteste. Wir einigten uns auf die Copec Tankstelle an der Hauptstrasse. 20 Minuten und Manuel, der Vater von unserem Besitzer der Sprachschule, wollte da sein. Nach 1,5 Stunden warten und mehrmaligem Anrufen – das Spanisch wurde immer schwerer zu verstehen, was einerseits an der Handy Verbindung lag und andererseits an unseren Spanischkenntnissen – fanden wir heraus, dass wir an der falschen Tankstelle warteten. Der Vorort „Lagunillas“ von Coronel hatte auch eine Copec Tankstelle und dies an der gleichnamigen Hauptstrasse. Inzwischen war es schon lange dunkel und die Orientierung noch schwieriger. Auch war Manuel, der extra mit dem Taxi zum vereinbarten Treffpunkt kam, schon wieder nach Hause gegangen. Durch die indirekte Hilfe aus Santiago per Handy des Schulbesitzeres, den wir als letzte Loesung anriefen, fanden wir dann doch noch den Weg zum dem sehr schoenen Haeuschen direkt am Strand und wurden mit einem leider schon kalten, wartenden Abendessen empfangen. Einer der ersten Fragen war dann auch: „Wie lange lernt ihr eigentlich schon Spanisch? Meint ihr das reicht fuers Reisen?“ ;-)

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Das gemuetliche Haeuschen "Casa de Manuel"

Wir einigten uns dann auf „ungenuegend“ fuers Telefonieren... und waren froh, uns nach der achtstuendigen Fahrt und fast zwei Stunden vergeblichen Wartens in die schon frischbezogenen Better zu hauen (eigentlich wollten wir ja nur fuer eine Nacht unser Zelt im Garten aufstellen...). Der naechste Tag war dann vollgepackt. Wir mussten unsere Autoregistrierung erneuern und natuerlich ein Board fuer Chris suchen. Doch mit der sehr hilfreichen Unterstuetzung von Manuel - wir glauben, er war froh mal wieder aus seinem Haus zu kommen - erledigten wir rasch die Registrierung und konnten somit die Suche nach dem geeigneten Schlitzer fuer Chris auf uns nehmen. Stunden spaeter und X-abgeklapperten Sport- und Surflaeden mussten wir feststellen, Chile (mal vorneweg der Sueden Chiles) ist noch ein Entwicklungsland im Bereich des Surfens. Neben ein paar gefundenen Shortboards und vollen Kleiderregalen endete unsere Suche erfolglos. Wir mussten einsehen, wir haetten schon in Santiago oder Viña del Mar nach einem Board suchen muessen. Erschoepft kehrten wir zureck und wurden von einem sehr feinen Mittagessen mit Fisch und verschiedenen Salaten empfangen.

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"Wieviel wuerdet ihr fuer einen solchen Schlafzimmerausblick bezahlen?"

Nach einem weiteren leckeren Abendessen und dem Entscheid, eine weitere Nacht zu bleiben, machte sich bei uns zunehmends das Gefuehl breit, die tolle chilenische Gastfreundschaft nicht noch weiter zu beanspruchen. Der Tag endete mit einem wunderschoenen Sonneruntergang und die Wettervorhersage versprach weiterhin schoenes Wetter. So stellten wir den Wecker frueh auf acht Uhr, um am Sonntag die geplante Kuestenroute und somit auch die erste Herausforderung fuer unsere „caperucita roja“ in Angriff zu nehmen.

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Abschied von unserem super-netten Manuel. Der Rest der Familie war leider noch im Land der Traeume...

Posted by surfers 16:24 Archived in Chile Comments (1)

Santiago - Pichilemu

Endlich gehts an die Kueste (21.3. - 23.3.07)

semi-overcast 20 °C

Am Mittwochmorgen erhielten wir das langersehnte Telefon der Garage, dass wir unseren TAG abholen koennen. Natuerlich packten wir rasch unsere sieben Sachen in unseren Jeep und fuhren endlich los. Unser TAG funktionierte zwar noch nicht richtig (er piepst jeweils drei Mal anstatt nur ein Mal und man sollte in solchen Faellen Kontakt aufnehmen mit der Kontrolstelle, was wir natuerlich auch tun werden - doch erst im Juli) doch Hauptsache TAG und keine Bussen mehr. Auf der Fahrt nach Pichilemu, einem Surfermekka der Chilenen, entschlossen wir uns, unseren Jeep in Zukunft "la caperucita roja" zu nennen. Dies aufgrund ihrer/seiner Farbe. Pichilemu praesentierte sich sehr ausgestorben und wir fanden zwar viele Surfershops, aber keine entsprechenden Funboards oder Minimalibus fuer Chris, ausser einem. Doch bekanntlich will man ja nicht gerade das erste Board kaufen, welches man sieht. Die Hoffnung, noch weitere Boards zu finden, haben wir noch nicht begraben. Mit Leihboards kann man ja bekanntlich auch surfen....

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Das erste Picnic, bei den Chilenen oft liebevoll "once" (elf) genannt, welches jedoch erst nach 15 Uhr eingenommen wird.

Punta del Lobos praesentierte sich mit guten, aber kleinen Wellen fuer Pascal. Doch leider ist der Humboldtstrom aus der Antarktis kaelter als wir annahmen - die Wassertemperatur ist sehr hautstraffend und verjuengend - und somit galt es, ein weiteres Problem zu loesen. Fuer Chris musste nun auch noch ein dickerer Wetsuit her, damit ihm die Lust am Surfen im Sommerwetsuit nicht schon nach einigen Minuten vergeht, aufgrund der eisigen Wassertemperaturen. Doch auch dieses Problem konnten wir rasch loesen. Obwohl wir feststellen mussten, dass neben Autos auch Wetsuits teurer sind hier in Chile als in Spanien oder Portugal. Na ja, man goennt sich ja etwas fuer die Gesundheit.

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Surfer am Punta de Lobos

Unsere beiden Naechte verbrachten wir gemuetlich in einer Eco-Lodge mit drei Cabañas etwas oberhalb des Dorfes, welche eine fantastische Meeressicht boten. Die Meeresbrandung konnte man aufgrund des starken Windes bis zu unserem Logierplatz hoeren. Schoener kann man nun wirklich nicht wohnen in Pichilemu, ausser vielleicht gerade am Strand.

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Im Vordergrund unser kleines Haeuschen, im Hintergrund das Cabaña der Besitzer.

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Santiago

Autokauf, 3. Teil und hoffentlich letzter Teil… (18.3.-20.3.07)

sunny 34 °C

Wir haben Dienstag und ein langer anstrengender Montag ist hinter uns… und wir sind immer noch in Santiago. Wir kommen einfach nicht weg… Doch bekanntlich gibt es ja fuer alles seine Gruende. Diese hoffen wir gelegentlich noch herauszufinden… ;-)

Montagvormittags verabschiedeten wir uns von Judith und Philipp und ihren zwei Kindern, Fabio und Lia, und besuchten erneut die Garage, welche uns das Auto vermittelt hatte. Nach einem sehr heissen Vortag, bereitete uns das kochende Kuehlwasser etwas Sorgen und wir beschlossen, das Kuehlsystem durch Fachleute checken zu lassen. Doch der Mechaniker konnte uns beruhigen und nach einer Stunde in der Garage wollten wir endlich RAUS aus der Millionenmetropole. Wir wussten, dass der schnellste Weg die Autobahnen sind, fuer welche man aber bezahlen muss. Entweder mit einem Geraet (aehnlich dem LSVA in der CH) oder mit einem Tagespass. Wir entschieden uns fuer die Hauptstrassenvariante, da wir sonst zuerst noch ein entsprechendes Buero aufzusuchen hatten. Wir fuhren los, leider ohne Strassenkarte von Santiago, da wir beim besten Willen keine fanden. Jede Tankstelle sagte uns, dass nur die Autobahn Raststaetten Strassenkarten von Santiago verkaufen wuerden…

Doch nach einer Stunde Fahrt und dreimaliger Benuetzung der Autobahn ohne Erlaubnis (sogar Chile verfuegt ueber entsprechende Kontrollstellen mit digitalen Kameras ueber den Fahrstreifen) entschlossen wir uns, einen Tagespass zu holen. Doch auch dies ist nicht so einfach. Fuer uns begann eine zweistuendige Schnitzeljagd. Nach fuenf verschiedenen Bueros und zahlreichen gefahrenen Kilometern wurde uns dann mitgeteilt, wir koennten gar keinen Tagespass beziehen, da scheinbar noch das alte Geraet der Vorgaengerin aktiv sei…
Doch dieses Geraet wurde durch die Garage vom Auto entfernt. Somit blieb uns nichts anderes uebrig, als zum Hauptoffice der Autobahnbesitzer zufahren und ein solches Geraet zukaufen (was ja im Endeffekt wesentlich billiger kommen wuerde als jedes Mal einen dieser teuren Tagespaesse zu kaufen).
Doch ohne Karte und vielen falschen Richtungsangaben in Santiago - zum Teil muss man sogar den Taxifahrern den Weg weisen - hielten wir ausgelaugt und mit blanken Nerven bei einem Kopiergeschaeft an, um uns hoffentlich ein letztes Mal nach der Richtung zu erkundigen und unserer Odysse ein Ende zu bereiten. Das Glueck war uns diesmal hold… zwar nicht in Form einer richtigen Strassenangabe, doch Fortuna schickte einen hilfreichen Chilenen, der fuer uns die zahlreichen Telefone mit der Hotline der Autobahngesellschaft uebernahm. Nach sieben verschiedenen Telefonaten teilte der Chilene uns dann mit, dass wenn ein solches Geraet verloren ginge, nur der alte Besitzer das Geraet deaktivieren koenne und man als neuer Besitzer ohne ueber ein altes Geraet zu verfuegen, eine Busse von fast 150.- CHF zu bezahlen haette. Wir mussten also wieder zur Garage zurueck, obwohl wir eigentlich schon lange an der Kueste sein wollten. Nach einem weiteren (langen) Tag wussten wir nun folgendes:
Man kann nur über die Autobahnen das Stadtgebiet verlassen. Legal und ohne hohen Bussen (und deren drei haben wir bereits, weil wir auf unserer Odysse unter den Kontrollstellen durchfuhren mussten) geht dies jedoch nur, wenn man ueber einen TAG besitzt (jenes angeblich vorhandene Regiestrierungsgeraet) oder sich einen Tagespass löst. Beide Varianten treffen aber nicht auf uns zu, denn man kann selbst dann keinen Tagespass lösen, wenn ein TAG noch auf die entsprechende Autonummer aktiviert ist. Die einzige Loesung bestand darin, eben ein drittes Mal zur Garage zu fahren.
Doch zum Glueck scheint auf diese Verlass zu sein. Wahrscheinlich konnte man unsere blanken Nerven auch im Gesicht ablesen und sie versprach uns, bis zum naechsten Nachmittag ein neues Geraet zu beschaffen. Dies vor allem auch deshalb, weil die Garage das Geraet verschlampt hatte und fuer die Busse aufzukommen schien.
Wir sind nun wieder bei Judith und Philipp, welche mit ihrer tollen Gastfreundschaft uns genau rechtzeitig unter die Arme gegriffen hatten und hoffen, dass wir am Dienstagabend das Geraet erhalten werden und am Mittwochvormittag endlich and die Kueste losfahren duerfen…

…we keep you posted!

Ahja… hier noch ein Bild von unserem Auto:

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Santiago

Autkauf - Teil 2 (15.3.-18.3.07)

sunny 36 °C

So, da wären wir wieder. Heute ist Sonntag der 18.3.2007, der letzte Schultag und eine anstrengende Woche mit Autokaufen liegen hinter uns. Doch vorneweg, wir sind startklar! Nach einer laengeren Wartezeit auf die Bankueberweisung aus der Schweiz, gelobt sei die puenktliche Schweizerbank, traf das Geld am Mittwoch in Santiago ein und wir konnten am Donnerstag unseren Autokauf, den 2. Teil, in Angriff nehmen. Voller Tatendrang machten wir uns gleich nach der Schule auf den Weg zur Garage, brachten den ganzen Papierkram hinter uns (Notariatsbeglaubigung des Kaufvertrages inkl. Fingerabdrücken und etlichen Unterschriften, diversen Registrierungen des Autos, etc.) und einer zweieinhalbstuendigen Suche nach der fuer uns vorteilhaftesten Versicherung, damit wir dann auch am folgenden Tag, Freitag, das Auto entgegennehmen und abgesichert durch die Go-Kart-ähnlichen Strassen manoevrieren konnten. Doch eine Versicherung ist nicht gleich eine Versicherung. Dies mussten wir rasch feststellen. Wir sahen bald ein, dass es fuer uns von Vorteil ist, eine guenstige Jahresversicherung abzuschliessen, als zur einzigen und noch am anderen Ende der Stadt gelegenen Versicherung mit Monatsangeboten zu fahren und dort einen ueberhoehten Preis fuer die fuenf Monate zu bezahlen. Doch bevor man eine solche Versicherung definitiv abschliessen kann, muss das Auto zuerst einer intensiven und mit x-Fotos protokollierten Untersuchung bestehen und dies bedeutete, gleich am Freitag noch unversichert zur Versicherung zu fahren. Nach einem durch unsere chilenische Lehrerin gekochten Mittagessen holten wir am Freitagnachmittag das jetzt uns gehörende Auto ab und fuhren zur Versicherung.

Die Uhr tickt langsamer hier in Suedamerika, so auch in Chile und der Tag neigte sich bald wieder dem Ende zu. Eigentlich wollten wir ja noch weitere Vorbereitungen treffen, bevor wir uns zum Abschlussabend mit Mitstudentinnen und Mitstudenten / Lehrerinnen und Lehrern treffen wollten. Schlussendlich trafen wir gerade noch rechtzeitig von der Versicherungsinspektion wieder im Hostel ein, um uns zu duschen und umzuziehen, damit wir immerhin noch mit der schweizerisch ueblichen Verspaetung (eine Stunde) beim Restaurant eintrafen. Ich glaube, wir haben das Bild des puenktlichen Schweizers stark ramponiert, nachdem wir schon in der ersten Woche eineinhalb Stunden zu spaet kamen und sich dies nun immerhin auf eine Stunde beschraenkt, fortsetzte… ;-) die Puenktlichkeit haengt nun an den Deutschen und den Oesterreichern…

Doch nun wieder zum leidigen Thema, dem Autokauf: Das Auto gehörte jetzt uns. Papierkram, Registrierungen und Versicherung waren erledigt und vor uns lag nur noch ein langer Samstag, um die ganzen notwendigen Campingutensilien zu kaufen. Der Samstag fing schon gut an, resp. das Freitagabendprogramm endete erst um 5 Uhr morgens… wobei anzufügen sei, dass wir sehr frueh fuer chilenische Verhaeltnisse nach Hause gingen. Nach ein paar Stunden Schlaf machten wir uns dann quer durch Santiago auf, Baumarkt fuer Baumarkt abzuklappern und dies bei 36 Grad im Schatten und laufender Klimaanlage im Jeep. Freundliche und hilfreiche Unterstuetzung erhielten wir von Kathrin, einer schweizer Lehrerin des Colegio Suiza. Nach einem langen Tag waren wir dann froh, uns um Mitternacht in die Federn zu legen, da wir ja am Sonntag bis 12 Uhr das Zimmer geraeumt haben mussten, und dies bedeutete, frueh aus dem Bett zu steigen und unsern Jeep reisetauglich zu beladen.

Doch leider und so schien es uns, hatte die chilenische Gemuetlichkeit schon laengst Besitz von uns ergriffen und es wurde spaeter und spaeter. Wir entschieden uns die herzliche Gastfreundschaft eines anderen Schweizer Ehepaares in Anspruch zu nehmen. Damit wir dann in Ruhe am folgenden Tag vormittags aus Santiago losfahren konnten.

…doch es sollte nicht sein…

Posted by surfers 10:48 Archived in Chile Comments (0)

Valparaiso / Viña del Mar

Unser erster Ausflug

sunny 32 °C

Valparaiso, bis vor der Öffnung des Panamakanals der wichtigste Umschlagshafen im westlichen Südamerika, ist heute Chiles Touristenmetropole Nummer 1. Mit seinen vielen farbigen Häusern und den engen Strassen fehlt es nicht an romantischem Charme und lässt dadurch auch jedes Herz höher schlagen.
Nach einer eineinhalbstündigen Autofahrt von Santiago durch die Berge an die Küste Valparaisos, erreichten wir das Zentrum der Stadt. Valparaiso ist berühmt für seine fussgängerfreundlichen Autofahrer. Bis vor 2 Jahre kannte man keine Ampeln in der Stadt und jeder Auswärtige outete sich rasch mit seiner rüden chilenischen Fahrweise. Nach einer kurzen Besichtigung des Zentrums fuhren wir mit einer der vielen alten Bergbahnen von Valparaiso in die schöne und aussichtsreiche Wohngegend.

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Die farbigen Hauswände sind sehr typisch für Valparaiso

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Leider ist eine solche Farbgebung in der Schweiz nur selten möglich...

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Dort besuchten wir eines der drei Häuser von Pablo Neruda, die "La Sebastiana". Dessen fünf Stockwerke sind derart faszinierend angelegt, dass man praktisch von jedem Ecken des Hauses auf die gesamte Stadt und das Meer blicken kann, welches einem zu Füssen liegt.

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Im Garten der "La Sebastiana könnte man noch heute an der Seite von Pablo Neruda Methaphern dichten.

Nach dem Schlendern durch die Altstadt unternahm Pascal eine Hafenbesichtungstour, während Chris sich auf die Suche nach Fotosujets durch die Altstadt machte.

Hier einige Eindrücke von der Stadt.
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Auch Elektriker müssen wohl gelegentlich eine Nadel im Heuhaufen suchen gehen, wenn es mal eine Panne zu beheben gilt...

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Nette Jungs von nebenan...

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Endlich haben wir nach langem Suchen auch die Bankfiliale gefunden, bei welcher wir ein Konto eröffnen möchten, damit wir auch über eine sichere Verwaltung unserer Reiseersparnisse verfügen.

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Alte Architektur grüsst moderne Fronten. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an (oder spiegeln sich zumindest...)

Am Nachmittag fuhren wir noch ins benachbarte Städtchen Viña del Mar. Dieses verfügt (leider) über einige Hochhäuser, ein Casino und weiteren touristischen Infrastrukturen, welche leider an Mallorca errinnern. Deshalb waren wir uns sehr schnell einig, dass sich der Ausflug nach Valparaiso gelohnt hatte, der Abstecher nach Viña del Mar aber leider nicht.

Die uns versprochenen romantischen Ecken in Viña del Mar haben wir jedenfalls (noch) nicht gefunden haben.

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Posted by surfers 13:10 Archived in Chile Comments (0)

Santiago de Chile

Autokauf - Teil 1

sunny 30 °C

Der Autokauf, ein nicht ganz leidiges Thema, wie wir rasch herausfinden mussten. Um ueberhaupt ein Auto kaufen zu koennen, mussten wir zuerst einiges an Papierkram erledigen... ein grosses Dankeschoen an unseren lieben und vorallem sehr hilfreichen Schweizer Freunde hier in Santiago.
Also, ganz wichtig: eine RUT, das ist eine Art chilenische ID, welche Identifikation und auch gleichzeitig eine Steuernummer darstellt. Bis wir diese erhielten, hatten wir auch gleichzeitig eine Sightseeing Tour durch die Stadt, da wir von einem Office zum naechsten geschickt wurden. Doch, mit viel Geduld, schweissgebadet und Blasen an den Fuessen, halten wir nun unsere eigene RUT in den Haenden. Nun zum Auto. Gluecklicherweise sind hier in Santiago alle Autoverkaeufer in der gleichen Gegend und wir konnten uns gleich auf die Suche machen. Wir mussten bald herausfinden, dass Chile nicht gerade billig ist und man fuer ein vernuenftiges Auto doch ein bisschen Geld in die Haende nehmen muss. Apropos Geld in die Haende nehmen... da sind die Chilenen Koenige. Cash rules the world und Banktransfers oder Kreditkartenzahlung sind bei den Autoverkaeufern Fremdwoerter. Da hatten wir unsere grosse Muehe, nachdem wir einen Jeep gefunden hatten, den Garagisten zu ueberzeugen, dass eine Geldueberweisung genau so sicher ist wie CASH, halt nur ein bisschen langsamer und wir als Reisende, nicht schon anfang des Monats unsere Kreditkartenlimite ueberziehen wollten. Und wer will schon mit 5 Millionen Pesos in Cash, was schon fast einen Koffer fuellen wuerde, durch die Gangsta City, Santiago laufen ;-)
Schoen und gut, der Autokauf hat begonnen, das geht halt hier in Chile ein bisschen laenger, schon alleine weil man auf das Geld warten und noch X-Dokumente ausfuellen und Taxen bezahlen muss.

Wir warten... und informieren mehr im Teil 2 :-)

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Santiago de Chile

Erste Eindruecke von der Hauptstadt

sunny 32 °C
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Pascal ist nach 30 stuendigem Trip angekommen. Frisch und munter koennte man seinen Zustand im Moment nicht benennen, doch wir sind beide sehr zuversichtlich, dass er/wir morgen in "alter Frische" seinen/unseren Spanischkurs beginnen wird/werden. Somit sei auch schon das Programm erwaehnt, welches uns neben dem Suchen eines fahrbaren Untersatzes und der Abwicklung von zahlreichen notwendigen Kleinkram erwarten wird. Pascal tat sich schwer daran, die hunderten von Autoinseraten zu durchforsten. Deshalb werden wir wohl eher die Garagen abklappern und uns gleich davon zu ueberzeugen, was die Chilenen fuer unser Budget zu bieten haben. Ich war meinerseits die letzten Tage etwa 5 Stunden zu Fuss unterwegs und habe die einzelnen Teile der Stadt besucht, um herauszufinden, in welchem alle Garagen angesiedelt sind, man Ersatzteile findet und wir eben besser nicht hingehen sollten (ich war schon dort, was keine gute Idee war).

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Auch besuchte ich schon den Hausberg Santiagos, den San Cerro Cristobal, von welchem man auch im Sommer die schneebedeckten Kuppen der Anden sehen kann. Leider ist die Smogwolke der 7.5 Millionenstadt nicht weg zu retouchieren auf dem Foto.

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Morgen starten wir also mit dem Spanischkurs. Die Unterkunft haben wir mittlerweile gewechselt (da wir morgens lieber ein wenig laenger schlafen moechten) und wenn wir ein Auto besitzen, werden wir uns sicherlich wieder als "halbe Chilenen" melden.

Posted by surfers 15:14 Archived in Chile Comments (1)

Santiago de Chile

sunny 28 °C
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Endlich mal angekommen.
Nach dreissigstuendiger Reise bin ich nun endlich auf der anderen Seite angekommen. Pascal, ich wuerde dir wuenschen, du koenntest dich einfach so nach Chile beamen. Das Wetter ist wunderschoen. Die Temperatur etwa 28 Grad und der Anflug nach Santiago wird belohnt mit einer wunderbaren Sicht auf die unmittelbar dahinter stehenden Anden mit dem hoechsten Gipfel von ganz Suedamerika, dem Aconcagua 6959 Meter u.M.
Alles weitere kommt dann in den naechsten Tagen, vor allem wenn du, Pascal, und hoffentlich auch der Rest unserer Ausruestung gut angekommen sein wirst. Gruesse in die Schweiz.
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Posted by surfers 07:55 Archived in Chile Tagged transportation Comments (2)

Preparing our trip


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In a few days, pascal and me will start our trip to chile. We will inform you, when we will have any further news.

Posted by surfers 12:32 Archived in Switzerland Tagged packing Comments (2)

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